Heeey Amarena!oder: die Freunde der Hölle

[Hier hüftschwingende Lakritzefrau einfügen]

Darlings, soeben habe ich den ersten Amarenabecher dieses Jahres genossen! yummyyyyy! Auch Alessio und Esther mußten ja ihr Eiscafé für einige Wochen zwangsschließen. Vor Kurzem hat der pfiffige Alessio einen Drive-In gebaut, weil nur kontaktloser Verkauf über die Theke erlaubt war. Das war eine geniale Lösung. Heute rief ich an und fragte, ob schon geöffnet sei, weil ich ungeheure Lust auf meinen geliebten Amarenabecher hatte. Die neue junge Mitarbeiterin sagte ja – aber nur mit Maske. Ich fragte, ob ich einen Becher zum Abholen vorbestellen könne. Ja, das sei möglich. Also orderte ich meine drei Eissorten dazu und der Prinz fuhr mich hin. Allerdings war der Parkplatz zugepflastert mit Motorrädern, meist Harleys. Dazwischen standen bierbäuchige, rauchende Männer mit grauen Bärten herum, auf deren Lederkutten supercoole Sachen zu lesen waren wie „MC Nibelungen“, „Motor Rider Eisbachtal“ und – zu meiner größten Erheiterung – „Friends of Hell„.

„Uuuuhhh, „Friends of Hell“, sagte ich zum Prinzen auf der Rückfahrt, „Das sind knallharte Jungs, die fürchten sich vor nix – vermutlich hören die den ganzen Tag Helene Fischer!“ Der Prinz lachte. „Na, sei nicht so gemein“, sagte er.

„Also komm“, sagte ich,“im Ernst – ein 60-Jähriger Mann mit Bierwampe, der ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Friends Of Hell“ trägt, das ist doch peinlich.“
„Tja“, sagte der Prinz philosophisch, „Auch aus einem 60-Jährigen Motorrad-Rocker holst du den 16-Jährigen Pubertierenden nicht mehr raus.“
Wie auch immer: DerAmarenabecher hat meinen Tag gemacht \o/

Gute Vorsätze

haben der Prinz und ich, meine Lieben, nämlich etwas, das uns so gar nicht liegt: Aufräumen 😀 Der Grund: Jürgen, unser Vermieter, hat kürzlich ganz lieb und vorsichtig angedeutet, daß ihm zuviel Kramszeugs rumsteht in den Räumen der alten Stallungen hier am Haus. Das hier war ja ganz früher mal ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb, der den Großeltern unserer Vermieterin Marika gehört hatte. Das Haus, das wir gemietet haben und in dem wir nun schon seit 15 Jahren wohnen, war das Haupthaus, in dem auch die Großeltern lebten. Dann gibt es hier noch die riesige Scheune, den früheren Kuhstall (den Jürgen heute als Werkstatt nutzt), den früheren Pferdestall und die frühere Waschküche. In all diesen Räumen, müssen wir zu unserer Schande gestehen, haben wir Zeugs rumstehen, zum Teil in Kartons. Der Prinz und ich sind leider beide so gestrickt, daß wir ungern was wegwerfen („kann man noch das und das mit machen, brauchen wir vielleicht nochmal…“) Das sind unverkennbar die Gene des Prinzenpapas und meines Opas (von dem ich noch einige andere Eigenheiten mehr geerbt habe 🙂 ) Tja, nun haben wir uns nach Jürgens vorsichtiger Andeutung, daß er doch ganz gerne mal ohne größere Kletteraktionen in die Stallungen reinkäme, entschlossen, ihm und uns das Leben leichter zu machen, indem wir da mal rangehen. Wenn wir vorerst eh nicht zum lüttje Huus fahren können – man weiß ja nicht, wie lange das alles noch dauert – , dann können wir an den Wochenenden hier auch etwas Sinnvolles tun und ausmisten. Bin ja mal gespannt, was da noch zum Vorschein kommt. Puh.

Gurke :P

Eigentlich mag ich Gurken ja, also Gurkensalat, als Vorspeise oder Beilage zum Mittagessen. „Pickles“ dagegen, also sauer eingelegtes Gemüse, sind weniger mein Fall. (Neil Gaiman twitterte kürzlich ein Foto, auf dem zwei riesige Becher Eis und zwei Gläser mit pickles zu sehen waren, mit dem Hinweis, sein im achten Monat schwangeres Eheweib, Amanda Palmer, habe all das per SMS eingefordert. Das Baby ist Mitte September fällig, und Amanda bloggte kürzlich, dass es ein Junge sei:

„It’s a boy, by the way. We found out. It’s a boy.“, schrieb sie am Ende dieses Blogbeitrages.

Gurken, also: Gestern Abend waren wir noch mal schnell in der Casa del Gelato, drei Dörfer weiter. Ich futterte zufrieden mein „Marky Ramone’s Cookies“, da legte Alessio, der Inhaber, den Arm um die Schulter des Prinzen und fragte: „Willst du mein neues Gurke-Eis probieren?“ Gurke-Eis? Ich schüttelte mich innerlich, musste aber lachen. Alessio hat das Eismachen von seinem Opa gelernt, und er macht sehr, sehr leckeres Eis. Schon stand vor dem Prinzen auf dem Tisch ein kleiner Becher mit einer Eiskugel und zwei Löffeln. Ich gestehe, ich probierte nur sehr vorsichtig und zögernd. (oder, neudeutsch: zögerlich; – )). Doch der Geschmack war eindeutig: Schlangengurke. Sehr authentisch. Aber auch sehr verwirrend für die Zunge, der eindeutige Gemüse-Geschmack, kombiniert mit der Konsistenz von  Fruchteis – „nee, mi dispiace, aber das geht nicht“, sagte ich. Alessio lachte herzlich (er ist ein sehr fröhlicher, rundlicher und liebenswerter Sizilianer.) Der Prinz aß das merkwürdige Eis auf. Ich hätte zu gern Amandas Meinung dazu gehört. Vermutlich hätte sie für ihr nächstes Album ein Lied darüber geschrieben.

Was ist die seltsamste Eissorte, die ihr jemals gegessen habt?

Balou!!!!!!

rolliklein

Ihr Lieben, ich bin überglücklich – unsere Vermieter sind einverstanden, das heißt: Wir dürfen den kleinen Rotfuchs adoptieren! Am Samstag, also am 8.August, zieht er hier ein! Seine beiden Probetage hier im Haus hat er sehr souverän bestanden, er ist ein gaaaanz ruhiger Zeitgenosse – fast ein kleiner Buddha, denn er ist ganz leicht übergewi-ääh, untergroß : – )))

@Markus, du wolltest wissen, wie es mit den Katzen lief – nnnnajjjjaaaaa… ; – ))

Man muss dem kleinen Hund zugutehalten, dass er die Katzen ignoriert hat, so wie er auch andere Hunde, Jogger und Radfahrer ignoriert. Allerdings hatten sich die Katzen jeweils in eine Maueröffnung in der Wand des früheren Pferdestalls und des Ex-Ziegenstalles gesetzt, etwa drei Meter über dem Boden und den Kleinen von da oben aus böse angepöbelt. Ich lasse ja üblicherweise nix auf meine Mädels kommen, aber das war fies, das muss ich zugeben. Der kleine Fuchs tickte schier aus und stieg die Wand hoch, wir konnten ihn kaum beruhigen. Der Prinz sagte: „ Also…. Katzen sind Arschlöcher.“ Stimmt, das können sie sein – vor allem, wenn sie ihr Territorium schützen, wie Pippi, die besonders fies pöbelte : – ))

Der Prinz war neugierig, wie sich Balou im Auto verhält, und wollte eine kleine Probestrecke mit ihm fahren, „nur bis zur nächsten Ausfahrt“. Und was soll ich sagen – like a total boss saß Balou in der Mitte der Rückbank und guckte zwischen den Rückenlehnen der Vordersitze hindurch sehr interessiert auf die Autobahn, egal, wie schnell wir fuhren. Sehr cool. Die Autobahn, übrigens, führte rein zufällig nach Speyer, so dass der Prinz mich noch zu Frau Nigri auf ein Stück Tiramisu-Torte einlud (OMNOMNOM!). Wir hatten Balou bereits am Samstag ein Spielseil gekauft, das er nun alle paar Sekunden dem Prinzen vor die Füße warf, um dann wahrhaft furchterregend zu knurren und kopfschüttelnd am Seil zu zerren. Das machte ihm einen Heidenspaß ❤❤!

Ach ja.. er hat einen meiner Therapie-Bälle gefunden:

ball2
Der Ball hat angefangen!!!

Weniger Spaß machte es mir, dass sich unterwegs die Schleppleine ständig im Rad oder der Fußraste des Rollis verfing. Das gab dem armen Hund immer einen heftigen Ruck, denn der Kleine trabt sehr zügig. Aber ich löste das ganz einfach: eine Anfrage im Schlaganfall-Forum brachte mir ganz schnell eine Lösung, nämlich dieses Ding hier, und bin gespannt, ob und wie es funktionieren wird.

Inzwischen haben wir wie bescheuert für ihn eingekauft: Näpfe, das Seil, nach Körbchen gucken wir noch, ein Leckerli-Beutel, den man sich an den Gürtel klemmen kann… und er bekommt ein schickes Brustgeschirr, denn das vom Tierheim ist ihm zu warm. Hach, ich könnte mich in diesem Fre**napf-Laden doll und dusselig kaufen für meine Viecher : – ))

Wir haben bereits – angepasste Bürger, die wir sind 😛 –das Anmeldeformular für die Hundesteuer online runtergeladen und brav ausgefüllt – hey, 108 Euronen kassiert die Stadt Worms für einen Hund! Geht’s noch?!

Update 5.8.: im Tierheim haben sie heute unser Füchschen geschoren, weil er mit seinem dicken Fell so unter der Wärme litt. Weil sie den Verdacht hegten, er könne Morbus Cushing haben, testeten sie sein Blut. Er hat Babesiose, eine parasitäre Blutkrankheit, die durch Zecken übertragen wird, aber behandelt werden kann. Zuerst sagten sie uns im Tierheim, dass sie ihn noch zwei Wochen dabehalten wollten, wir ihn also am Samstag noch nicht bekommen. Als sie aber sahen, dass wir Balou deswegen nicht im Stich lassen, wie es wohl viele Leute tun würden, berieten sie nochmal untereinander und sagten, er könne seine Tabletten auch hier bei uns einnehmen ( dann packen wir ihm die eben in ein Stück Fleischwurst, was soll’s…)

Er ist bereits jetzt unser Hund und wir lieben ihn!!!!

Die Leute im Tierheim mögen uns, glaube ich, und unterstützen uns. So wollen sie uns z.B. eine Stunde mit einer der Hundetrainerinnen spendieren, die ehrenamtlich im Heim arbeiten. Mit ihr werden wir üben, wie ich mit Balou sicher mit dem Rolli über die Schwelle des Hoftores komme und wieder hinein, ohne dass er auf die Straße läuft (die ja leider ganz dicht am Haus vorbeiführt und die uns schon das Leben einer Katze ( RIP Missy) gekostet hat.) Ich bin fast jeden Tag mit dem Rolli im Dorf unterwegs und habe die Torschwelle gut im Griff, aber mit Hund und Schleppleine… das muss ich noch üben : – ))

Wie gefällt er euch,unser kleiner Fuchs?

 

Ant Men: Tipps erbeten

Ich brauche bitte mal einen Tipp von euch, darlings:

Wir haben Ameisen in der Küche. Es sind besonders hübsche, kleinere als üblich. (Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass sie „irgendwie süß“ sind: – )))))

Eingestehen muss ich hier, dass die Anwesenheit der kleinen Wuseler wohl meiner schlampigen Art zu frühstücken geschuldet ist – ich sage nur „Kekskrümel“ und „Raffaello-Kokoskrümel „ : – ))

Wo sie herkommen, habe ich schon herausgefunden: auf der Türschwelle Küche/Büro ist eine Fliesenfuge gerissen. Dieser Riss öffnet das Raum-Zeit-Kontinuum führt unterirdisch wohl in den Hof. Denn da platzieren die kleinen Scheißerchen lustig ihre Kühe Blattläuse auf meinen kleinen Birken und anderen Pflanzen.

Also: ich hätte sie ganz gerne aus der Küche raus, möchte sie aber nicht töten – also bitte keine Giftköder-Tipps (und kein Natron). Hat jemand eine Idee? Danke!

Prinzengeburtstag! Yay!

Es ist mir bekannt, darlings, dass Eigenlob stinkt, aber: ich bin verdammt stolz auf mich und auf die wirklich hervorragende Idee, die ich als Überraschung für den diesjährigen Geburtstag meines Prinzen hatte (und das war schon vorgestern, am 21.!) Wer hier öfter mal reinliest, weiß ja, dass wir uns an unseren Geburtstagen traditionell den Tag immer freischaufeln und das Geburtstagskind zu einem Überraschungsfrühstück entführt wird, immer an einen besonderen Ort. Danach gibt es meist noch eine Extra-Überraschung. Zum Frühstück hatte ich eine gute Idee, mit der ich, offen gesagt, auch mir selbst einen Wunsch erfüllt habe: Wir haben ja das Glück, mit der wunderbaren Manu Gauck befreundet zu sein, ihres Zeichens Eheweyb und Managerin des ebenfalls sehr wunderbaren Ralf Gauck. (wer im Juni 2010 bei der Eröffnung meiner Praxis im Schloss Herrnsheim dabei war, erinnert sich sicher an die zwei, zumal Ralf an diesem Tag zu jeder Stunde ein kleines, aber unvergessliches Konzert gab.<3 <3 <3 <3 ). Die fantastische Manu nun hat für sich und den gleichermaßen fantastischen Ehegatten die vegane Lebensweise entdeckt und, da sie unglaublich gut und lecker (und sehr gerne) kocht, hatte sie die brillante Idee, sich damit einfach selbständig zu machen. Und so entstand – ta-daa! – der vegane Catering- Service von Frollein Elfriede! Ich hatte meine super-hervorragende Idee eines veganen Frühstücks schon vor einer Weile mit Manu /Frollein Elfriede besprochen und grünes Licht von ihr erhalten. Ich kann nur sagen: es war Genuss pur, ich war wie im Himmel und schon lange nicht mehr soooo pappsatt! Ganz zu schweigen davon, wie liebevoll Manu für uns eingedeckt hatte <3! Also, wenn ihr in Worms oder drumherum wohnt und etwas Besonderes für einen besonderen Anlass (Hochzeit, Jubiläum, Party…?) braucht, dann wendet euch an Frollein Elfriede – sie bietet auch einen Lieferservice! Als Nach-Frühstücks-Überraschung hatte ich eine genauso gute Idee: Der Prinz hatte vor einer Weile mal erwähnt, dass er ganz gerne Bass gelernt hätte (statt Gitarre)… Und wir kennen da doch reeeeiiin zuuuufällig einen großartigen Bassisten, der auch eine Musikschule hat…? Genau: ich schloss mich mit Mr. Bass kurz und wir vereinbarten, dass der junge Herr Prinz im Anschluss an das himmlische Frühstück eine Bass-Unterrichtsstunde bekommen sollte. Ich freute mich wie ein Döppken, konnte ja aber nichts verraten, was das Ganze noch schwerer machte. Gerade, bevor im November 2011 der Hallamati zuschlug, hatte ich beschlossen, bei Ralf das Gitarre spielen zu lernen (und dann Klavier beim Prinzen) ; – )). Aus diesen Plänen wurde dann erst mal nichts. Zunächst! Denn: Ich gebe nicht auf! Ich habe diese Erkrankung nun mal und ich mache das Beste daraus! Bevor es losging, überreichte Ralf dem Geburtstagsprinzen das Lehrbuch, das er für Gitarre und Bass geschrieben hat, Double Feature. Da er den Prinzen ja schon lange kennt und die zwei schon öfter miteinander gespielt haben (zum Beispiel hier), schlug Ralf das Buch für die Unterrichtsstunde gleich mal auf der Seite 85 auf : – )) Ok, soweit sich alles im Bereich der C-Dur-Tonleiter bewegt, kann ich noch folgen, ich weiß, was eine Oktave oder eine Quint ist und kann Violinschlüssel und Bass-Schlüssel auseinanderhalten, aber ich fand es schon etwas verwirrend und weiß nicht, ob ich das alles kapiert hätte und ob ich die gelernten Töne und Rhythmen hätte  spielen können. Ralf begann damit, dem Prinzen die Fingerhaltungen zu erklären. Ich sah genau hin und stellte mir vor, meine Finger machten genau diese Bewegungen. Faszinierend: Das Gehirn leitet beim bloßen Zusehen schon die Befehle an die Nervenbahnen weiter: Meine Finger zuckten und kribbelten und ich hatte wirklich das Gefühl, diese Bewegungen auszuführen! Es machte viel Spaß (Ralf ist ein klasse Lehrer!). Der Prinz jedenfalls war glücklich mit meiner Geschenkidee, was natürlich wiederum mich glücklich machte. Wer übrigens gerade Gitarre oder Bass lernt und gutes Lehrmaterial sucht – hier ist Ralf Gaucks Seite bei Tante Amazonien (wie immer: denkt an euren lokalen privaten Buchhändler!) Auf der Heimfahrt fragte ich den Prinzen: „Hast du vorher schon geahnt, was ich dir schenke?“ Er grinste und sagte:“ Nun… als du mich in diese Straße dirigiert hast, dachte ich mir schon, dass du vermutlich kein Frühstück im Sexclub reserviert hast… und dann gibt es da ja nur noch ein einziges Haus, das interessant ist.“ Männer.

Film ab!

My dearies,

JesSi hat ihr „20-facts-Virus“ weiterverteilt. Das Virus hat bei Anna angedockt, die wie ich ein großer Filmfan ist.

Hier ist Annas Liste, in Kombi mit Filmleidenschaft.

Auch ich habe beim Lesen, wie JesSi, ständig zustimmend genickt. Zwar merke ich mir selten Oscar-Gewinner, habe aber beschlossen, mal einfach so, aus Jux, 20 Punkte über meine Filmleidenschaft rauszuschreiben:

Uuuuuund- action!

  1. Meine Filmleidenschaft hat “das Schwein“ begründet. „Schwein“ heißt eigentlich Andreas und ist heute ein guter Freund. Vor Jahren – Mitte der 90er – war er mein Lieblingskommilitone im Informatikstudium (das ich wegen akuter Mathe-Tiefbegabung nach drei Semestern aufgesteckt hatte : – ) Durch Andreas lernte ich Ingmar Bergman verstehen, Stanley Kubrick bewundern und die Coen-Brüder und Quentin Tarantino lieben. Wir gaben uns damals aus Spaß gegenseitig den Spitznamen „du Schwein“ – gilt bis heute: – )

Ihm verdanke ich auch, dass ich heute eine gut durchdachte Kamerafahrt oder einen exzellent gesetzten Filmschnitt wertschätzen kann.

  1. Unvergesslich für mich: Voller Begeisterung will ich dem Ex-Ehemann „Pulp Fiction“ zeigen und rolle mich vor Lachen ab über die skurrile Szene im Diner (die mit Travolta und Thurman meine ich, nicht die mit Travolta und Jackson), da schaut der Ex mich ausdruckslos an und sagt:“ Passiert da noch was in dem Film – oder bleibt das jetzt so?“ (Dieses Gefühl der schlagartigen Ernüchterung à la „ Eiswasser ins Gesicht“ sollte sich in der kommenden Zeit als Charakteristikum dieser Ehe (und des Mannes) herausstellen und führte recht bald zur Scheidung –> einer der besten Tage meines Lebens.).
  2. Es gibt Schauspieler – und ja, das ist ein generisches Maskulinum, liebe Schwarzer/innen, ich meine damit auch Frauen! -, wegen derer ich blind ins Kino gehen würde, ohne etwas über den Film zu wissen: Meryl Streep (hoher Anbetungsfaktor, oder, wie Raj in der Big Bang Theory sagt: “Diese Frau kann einfach nichts falsch machen!“), Susan Sarandon, Dame Judi Dench, Diane Keaton, Hugh Grant, Big Tam Connery, Leo Di Caprio (…“Is he your favourite Italian director:..?“…), Liam Neeson…und bei euch so???
  3. Schauspieler, deren Tod ich als großen Verlust empfinde:
    River Phoenix: Zu dieser Zeit studierte ich noch am Ostasieninstitut China-Marketing (ebenfalls wegen Mathe-Tiefbegabung aufgegeben : – )) und blätterte eines Mittags in der Bibliothek in der South China Morning Post. Zufällig griffen meine Finger genau die Seite, die in Riesenlettern und mit Fotos verkündete, dass River Phoenix am vorherigen Abend vor einer Diskothek in Hollywood tot zusammengebrochen sei. Ich brauchte eine Weile, um das zu verarbeiten. Der Junge war in meinen Augen ein selten begabter, genialer Schauspieler und ist bis heute einer meiner Favoriten.
    Robin Williams: Lernte ich durch „Schwein“ kennen und lieben („Good Morning Vietnam!“ war mein Einstiegsfilm), „Dead Poets Society“ liebe ich bis heute), und ich muss immer noch weinen, wenn ich ihn (Robin)  sehe. (Depressionen sind ein Arschloch.)
  4. Wenn Bücher, die ich liebe, verfilmt werden, halte ich zuerst einmal vorsichtig die Luft an. Bin aber doch öfter freudig überrascht, wenn das Projekt gelungen ist. Beispiele:
  • Buch“Shoeless Joe“ von W.P.Kinsella, verfilmt als „Field of Dreams“( Deutsch:“Feld der Träume“, mit Kev Costner und James Earl Jones. Großartig! Gehört zu den Filmen, die ich mitsprechen kann (das Original, natürlich ; – ))
  • Buch „Neverwhere“ von Neil Gaiman, von der BBC hervorragend als Miniserie auf den Bildschirm gebracht. (deutscher Titel: „Niemalsland“. Nu ja…)
  • Buch „Outlander“ von Diana Gabaldon (Deutsch: „Feuer und Stein“ (glaube ich jedenfalls, ich habe die Übersetzungen nie gelesen). Tolle Besetzung der Rollen, Handlung prima umgesetzt, ich war wirklich positiv überrascht.
  • „Brokeback Mountain“ von Annie Proulx ( Deutsch: gleicher Titel.) Diese Geschichte erschien in einem Kurzgeschichtenband von Annie Proulx und ich weiß noch, dass ich beim Lesen dachte: „OMG – was für ein Filmstoff – würde das doch jemand verfilmen!!!“ Zum Glück ritt da gerade Ang Lee des Weges und verfilmte. Und wie! Annie Proulx‘ Schreibstil bin ich rettungslos verfallen, nachdem ich „The Shipping News“ gelesen hatte (deutsch: „Schiffsmeldungen“ – auch genial verfilmt mit Dame Judi Dench und Kevin Bacon). Ich las in den Monaten danach alles, was sie geschrieben hat. (Und ich weiß jetzt,, dass ich niemals nach Wyoming will : – ))
  • Als Teenie und Twen habe ich mir pflichtbewusst Mühe gegeben, Jane Austen und Henry James zu lesen. Ergebnis: *schnaaaaarch*….. (Henry James deshalb, weil mich die Verfilmung seines Buches „Tess of the D’Urbervilles“ / Filmtitel: Tess, mit Nastassja Kinski, neugierig gemacht hatte).
  • Wir besitzen jetzt zwei Jane-Austen-Filme: Sense and Sensibility und Pride and Prejudice, die ich beide, ich gestehe es, angeschafft habe, weil ich eine verdammte Schwäche für Hugh Grant und Emma Thompson habe : – ))
  • Grundsätzlich kann ich mit Jane Austen gar nichts anfangen, mir ist dieses komische Frauenbild total fremd, da geht es nur um Klamotten und Bälle und die hektisch-panische Suche nach einem Ehemann, möglichst vermögend. Sorry, Ms. Austen, but that’s just not me! Ergebnis: Die Filme sind für mich erträglich, weil tolle Schauspieler dabei sind: Hugh Grant, Emma Thompson, Alan Rickman, Hugh Laurie. Nebenwirkung: Ich habe den Prinzen zum Jane-Austen-Fan gemacht“ : – ))

So, my dears, das war das, was mir spontan in den Kopf kam zum Thema „Film“ –  Über Serien werde ich mich hier wohl später nochmal auslassen müssen.( Ja, wappnet euch).

Aloha an Seppo!

My dears, hier kömmt ein Verweis auf ein neues Blog, das ich entdeckt habe.

Also, das Blog ist nicht ganz neu und entdeckt habe ich es auch nicht direkt, sondern die freundlichen Leute von WordPress haben mich darauf aufmerksam gemacht. Nämlich mittels einer Mail, in der sie mir mitteilten, dass Seppo jetzt meinem kleinen Lakritzeblog folgt, er also, um es neudeutsch auszudrücken, nun zu meinen inzwischen 45 „followern“ gehört. Danke, Seppo! Das freut mich!

Jedenfalls hat mich diese Mitteilung auf das Seppolog aufmerksam gemacht und das ist gut, denn mir gefällt Seppos Stil und ich lese gern bei ihm mit.

Morgen darf ich ganz „Mädchen“ spielen, denn da kommt die nette tunesische Fußpflegedame und die malt mir die Fußnägel schön rosa an: – ) ( Einhändig Nägel lackieren ist nämlich ganz schön sch**** : – )

Sonntag bin ich bei einem Ho’ike, das ist eine hawaiianische Tanzveranstaltung. Meine Freundin Gabi tanzt da mit und das MUSS ich sehen! (nein, keine Baströckchen und keine BHs aus halben Kokosnüssen!) Ich bin schon gespannt. Für Gabi, muss ich ergänzen, ist Hawaii das, was für mich Britannien ist: Seelenheimat. Sie spricht auch recht gut Hawaiianisch, eine sehr schöne Sprache, wie ich finde – ähnlich weich und melodisch wie Swahili. (Leider beherrsche ich in beiden Sprachen nur ganz wenige Worte.grmpf). Ich berichte dann über das Ho’ike!

What a kitteh, what a night

My dearies,

Anfang dieser Woche, in der Nacht von Montag auf Dienstag, bin ich mal wieder ganz knapp einem grausamen Tod entronnen. Sagt jedenfalls mein kleines Batman, das Pippikind.

Alles, was ich noch weiß, ist: durch das gekippte Fenster höre ich vom Hof das typische gedämpfte „EEE-AU! – “EEE-AU“!!!.Also das Geräusch, das alle Katzenbesitzer fürchten, denn die Übersetzung lautet: „Kinder, schnell, kommt essen, ich hab‘ was Leckeres mitgebracht!“ („Ganz frisch, denn es lebt noch!“) Uhr: 03:30

Ich fühle an meinem Bauch, wie das Pippikind ruckartig hochschnellt und seufze innerlich, betend, dass Micia das frische Essen nicht ins Schlafzimmer raufbringt.

Da erhalte ich einen kräftigen Tritt in den Bauch, weil Pippi sich abstößt und wie ein Pfeil durchs Zimmer schießt. Ich höre zunächst *galoppelgaloppelgaloppel* (= Pippi galoppiert durch Schlaf- und Fernsehzimmer (beide mit Holzdielenboden), dann * ba-damm – ba-damm – ba-damm* (= dickes kleines Pippi hopst die Treppe runter). Ich weiß, dass wir wegen der Wärme die Terrassentür zum Hof offen gelassen haben und rechne mir aus, dass die beiden Mädels sich jetzt da unten mit dem Essen vergnügen werden. Obwohl ich schlecht einschlafe, wenn Pippi nicht bei mir liegt, bin ich schnell wieder weg, nachdem ich George, den Teddybären, zurechtgerückt habe. Gefühlte drei Sekunden später erwache ich durch aufgeregtes Gurren und Maunzen, kombiniert mit viel *galoppelgaloppel*.Zum Glück ist der Lichtschalter direkt in Kopfhöhe an der Wand neben dem Bett. Ich treffe den inzwischen blind mit der rechten Hand. Sowas lernt man schnell.

Ich sehe: Klein Batman schleudert enthusiastisch ein totes Alien-Monster durchs Zimmer. Diesmal hat das Alien-Monster sich nicht als kleine Spitzmaus getarnt, sondern die Gestalt einer normal großen Maus angenommen, so wie sie hier in Scharen in der Scheune leben. Ich seufze – das bedeutet Aufstehen. Wegen der Hitze habe ich ein bisschen Nasenbluten und daher zum Glück noch Tempos unter dem Kopfkissen. Ich greife mir eins und wanke auf Klein Batman zu, die mir ihre Beute widerwillig überlässt. Ich wickle das tote Alien-Monster darin ein und werfe es aus dem Fenster in den Hof runter, mit dem Vorsatz, es nach dem Frühstück zu beerdigen. Uhr: 04:00

Ich krabble zurück unter die Decke, greife Georges Pfote und schlafe weg. Gefühlte drei Sekunden später: Aufgeregtes Gurren und Mauzen. Och nee…. Stöhnend kloppe ich auf den Lichtschalter und sehe: Aufgeregtes Pippikind schleudert totes Alien-Monster durchs Zimmer – Moment: Das hatte ich doch in den Hof runter…?! Wie auch immer: Pippi muss in den Hof runtergerannt sein und sich ihre hart errungene Beute zurückgeholt haben. Knurrend suche ich ein zweites Tempo, wickele die verdammte Maus hinein und werfe sie in den Hof, aber in die entgegengesetzte Richtung. SOFORT zischt Pippi empört an mir vorbei und gleich höre ich auf der Treppe: *badamm-badamm*… Ich bin zu müde. Ich wanke zurück ins Bett und zu George. Und ja, genau: Millisekunden später galoppelt jemand ins Zimmer und schleudert laut gurrend und mauzend den armen geschändeten Leichnam eines kleinen Alien-Monsters durch die Luft… Zum dritten Mal.

Ich atme tief durch und versuche es innerlich mit OOOMMMM… Ächzend wuchte ich mich aus dem Bett und nehme der ungläubig-empört guckenden Pippi das tote Dings weg, das einmal eine hübsche Maus war. (Zumindest war das der Eindruck, den das Alien-Monster vermitteln wollte).

Diesmal werfe ich mit Schwung, bis hinten in die Mahonien, die vor dem Kuhstall wachsen. Ein Rascheln verrät mir, dass das tote Monster mitten in den Büschen gelandet ist. Mahonien haben pieksige Blätter, so hoffe ich, dass Pippi unter diesen Büschen nicht suchen wird. Und wanke zurück ins Bett. Uhr: 04:30. (Guten Morgen auch…)

Fazit: Es gibt Golden Retriever, das sind die hübschen Blondgelockten. Es gibt Labrador Retriever, in Blond, Schwarz und Schoko. Es gibt Chesapeake Bay Retriever, Flat Coated Retriever und vermutlich noch welche, die ich nicht genannt habe, weil ich sie nicht kenne. Alle sind sie Apportierhunde.

Und: es gibt den Kleine-schwarze-Miezekatze-Retriever, jawohl!

Das, müsst ihr wissen, liebe Kinder, ist eine sehr kleine Retriever-Rasse : – )) Ich habe sie entdeckt, als ich in der Nacht von Montag auf Dienstag drei Mal eine tote Maus aus dem Fenster warf und der Kleine-schwarze-Miezekatze-Retriever, der hier bei uns wohnt, sie mir alle drei Mal umgehend wieder zurückbrachte. Obwohl ich das ja gar nicht wollte. Dafür konnte ich dann um halb fünf früh endlich schlafen. Auch schön.

Und sicher werde ich berühmt, weil ich eine ganz neue Retriever-Rasse entdeckt habe!

Freitag

Darlings,

Weil heute Freitag ist, habe ich beschlossen, mich ab jetzt an den „Freitags-Füllern“ zu beteiligen, die Barbara jede Woche in ihrem sehr anregenden Blog Scrap-Impulse anbietet. Wer Lust hat, kann natürlich mitmachen – die Vorgaben von Barbara sind in normaler Schrift, JesSI schreibt ihre Ergänzungen fett (ich meine auch). Das scrap-booking, das Barbara in ihrem Blog zeigt, macht mir große Lust, auch wieder damit anzufangen. Früher habe ich alle meine Reisetagebücher so gestaltet, mit Fahrtickets, eigenen Zeichnungen, Eintrittskarten, Kassenbons, Prospektausschnitten, usw. Damit muss ich jetzt warten, bis die linke Hand wieder mitmacht *seufz*.

Und hier ist Barbaras Freitags-Füller für diese Woche:

  1.   seit ich keine Schülerin mehr bin, habe ich keine Sommerferien mehr.
  2. Käse kommt bei mir nur in veganer Form auf den Tisch.
  3.   Wie man so süchtig nach Raffaello werden kann, wie ich es zurzeit bin, ist mir ein Rätsel.
  4.   Die Bonuskarte für die Naivität, hinterhältigen Zwerg-äh,  Drecksmenschen zu vertrauen, gehört mir. Eindeutig.
  5.   Carmen hat mir erzählt, dass ihr Söhnchen den Stoffhund, den ich ihm geschenkt habe, „Pucki“ getauft hat, weil der Hund von Bobo Siebenschläfer so heißt : – )
  6.   Ich bin stolz darauf, was ich nach der Gehirnblutung schon wieder alles erreicht habe.

    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Torchwood, morgen habe ich  eine Städtetour mit dem Prinzen ins Französische rüber geplant und Sonntag möchte ich nur Ausruhen und Kuscheln!

Also, viel Spaß mit den Freitagsfüllern und habt ein schönes Wochenende!