Rin in die Kartoffeln…

…raus aus die Kartoffeln – oder:

Back to the roots, nämlich den WordPress-roots. Darlings, ich habe mir ziemlich viele Gedanken darüber gemacht, zu WordPress zurückzugehen. Und habe beschlossen: ich gehe zurück. Weil in zu vielen Details der „Umzug“ hierher technisch nicht gut geklappt hat. Die Abonnenten des Blogs erhalten keine Nachricht mehr, wenn ein neuer Beitrag erscheint und hinter den Kulissen, also hier im Backend, ist das Schreiben zu kompliziert geworden, das Formatieren,das Verwalten der Kommentare, das Einfügen von Fotos und Links… alles doof. Die nächsten Einträge werden wieder wie gewohnt unter www.lakritzundschokolade.wordpress.com erscheinen. Die Sachen, die ich inzwischen geschrieben habe, fügt der Prinz mir „drieben“ ein, damit alles seine Ordnung hat. Schön preußisch ordentlich, hehe. Ich hoffe, ihr nehmt mir das Hin und Her nicht übel!

Frage und Bitte!

Ihr Lieben, die pöse, pöse Technik macht mir zu schaffen: Könntet ihr so nett sein und mir kurz mal mit einem kleinen Kommentarchen ein Zeichen geben, wer nun eigentlich den Umzug des Blogs mitgemacht hat? So eine clevere Idee war das nämlich scheinbar gar nicht, wie ich sehe…:

Die Abonnenten mitzunehmen hat bisher nicht funktioniert, sie bekommen jetzt keine Nachricht mehr, wenn ein neuer Beitrag erscheint. Selbst der Prinz hat es noch nicht geschafft, das zu lösen (und das heißt was!) Ich vermisse den Dialog mit euch/eure Kommentare. Denn alles, was zur Zeit an Kommentaren hereinkommt, kommt von Bots und ist clickbait für Bitcoins, zweifelhafte MLM-Verkaufssachen und ähnlicher Mist. Fazit: Ich überlege gerade, zu WordPress zurückzugehen. Dann hättet ihr wieder die Werbung, die, soweit ich das verstanden habe, mit üblichen Adblockern nicht zu stoppen ist. Hm… Was meint ihr? Wer ist überhaupt noch da??? Liebe (und etwas ratlose) Grüße!

Es gibt mal wieder Neues…

bei Lakritzens:


Ende August ziehen wir um. Nein, leider noch nicht nach Woquard – wir bleiben hier im Dorf und ziehen nur einige Sträßchen weiter. (Ja, genau – das ist mit ein Grund für unsere Aufräumaktion, und wir sind froh, daß Jürgen uns mit seiner Andeutung den nötigen Anschubs dazu gegeben hat!) Warum ziehen wir hier aus? Die ältere Tochter unserer Vermieter hat im letzten Sommer ein Kind bekommen und geheiratet. Bisher teilen sich beide Töchter mit ihren jeweiligen Lebensmenschen den Bungalow, der neben unserem Häuschen steht und der ebenfalls der Familie gehört. Bei einem weiteren Baby könnte es eng werden im Haus, und für diesen Fall hat die jüngere Tochter schon Interesse angemeldet, in das Häuschen zu ziehen, in dem wir derzeit wohnen. Aber ein weiteres Kind sei nicht geplant, versicherte uns Jürgen, also kein Grund zur Sorge. Nun, wir waren lieber vorsichtig und begannen, für alle Fälle mal zu suchen. Das erwies sich als schwierig: Das Haus sollte möglichst ebenerdig und der Vermieter mit Haustieren einverstanden sein. HAHAHAHAHA!!! Entweder hatten die Häuser steile Treppen oder es stand fett dabei: „Haustiere nicht erwünscht“. Oder die Miete war so astronomisch hoch, daß wir gleich aufgaben. Dann hatte der Prinz die Idee, unsere Bekannten im CDU-Ortsverband darum zu bitten, daß die Leute sich umhören und uns Bescheid geben möchten, sobald sie von einem passenden Haus zur Miete hörten. Das klappte: Bei einem Hoffest einer unserer Winzer machte uns jemand mit Gudrun bekannt, die tatsächlich ein Haus hier im Dorf hat, das sie gern vermieten möchte. Wir verabredeten uns mit ihr zu einer Besichtigung. Das Haus gefällt uns sehr! Es liegt in einer Straße, die ruhiger ist als die, in der wir derzeit wohnen. Zudem ist es gedämmt, ich werde also im Winter nicht mehr mit drei Lagen Kleidung am PC sitzen müssen. Gudrun hat hintendran einen kleinen Garten und kein Problem damit, daß unsere Katzendamen da herum marschieren werden. Und sie hat mir von sich aus angeboten, einen Treppenlift einbauen zu lassen! (Als ich Jürgen darum bat, weil die Treppe mir zu steil/gefährlich ist, kollabierte er beinahe 😀 ) Der Hof ist viel kleiner als unser jetziger, aber das stört uns nicht. Bei schönem Wetter draußen essen wird immer möglich sein. Gudrun läßt ihre Küche drin, das freut uns sehr, denn sie paßt gut zu uns. Es gibt eine Eßecke, die ähnlich wie im Lüttje Huus ist, mit schönem Ausblick. Die Eßecke liegt – ohne Türen – zwischen Küche und Wohnzimmer, wie im Lüttje Huus. Wir haben in den letzten Tagen hier schon unendlich viel geräumt und aussortiert, vor allem Bücher (die schicken wir an Momox). Ende August wird es soweit sein. Brudi und seine Frau werden kommen und helfen, ebenso haben Gudrun und ihr Lebensgefährte uns Hilfe versprochen. Ach, das wird wunderbar – für alle! Gudrun hat nun sichere (und ruhige) Mieter für die nächsten Jahre, bis der Prinz in den Ruhestand geht und wir nach Woquard ziehen können. Und wir haben bis dahin eine sichere Unterkunft und eine großzügige Vermieterin. Bis Ende August will der Prinz schon stückchenweise Kisten und Zeugs ins neue Haus bringen, so daß am Umzugstag wirklich nur noch Möbel rübergeschafft werden müssen. Was mir allerdings fehlen wird, ist der große Nadelbaum nebenan, der vor dem Bungalow steht und dem ich jeden Abend vor dem Schlafengehen „Gute Nacht“ sage. Dort habe ich beim Einschlafen nicht mehr den Himmel im Blick, sondern die Wand des Nachbarhauses. Das ist schade. ABER dafür sind alle Nachbarn nett! Wiltrud und Vroni werden mir fehlen,aber wir bleiben ja im Dorf!
Seit dem letzten Samstag wissen unsere Vermieter Bescheid. Der Prinz hatte ein altes Regal mit Stichsäge und Hammer zerlegt. Der Lärm hatte Jürgen in den Hof gelockt. Er wunderte sich, was da alles an Kartons, Kisten und Kram herumstand. Wir weihten ihn also in unsere Pläne ein, und da die Fristen alle mit unserem Mietvertrag übereinstimmen, war es für ihn ok. Sicher, in den 15 Jahren, die wir jetzt hier wohnen, hat sich eine sehr herzliche Beziehung zwischen uns entwickelt und wir werden ganz bestimmt in Kontakt bleiben – ist ja nicht weit, nur ein paar Sträßchen 😉
Aber:der Prinz und ich wären froh, hätten wir den Umzug schon hinter uns! Für Reiki ist dort gut Platz, ich freue mich schon!

Ein Bärchen für’s Bärchen

Am letzten Samstag, ihr Lieben, waren der Prinz und ich mal wieder beim Möbelschweden, weil ich eine kleine Ablage im Bad brauchte. Wir fuhren so, daß wir erst kurz vor Ladenschluß ankamen. Wie ich gehofft hatte, waren deswegen keine fangenspielenden Kinder mehr im Laden. Noch besser: Es waren gar keine Kinder da! Allerdings standen aber noch Sicherheitskräfte vor der Tür, die darauf achteten, daß nur Kunden mit Schutzmaske das Geschäft betraten. Einige Tage vorher hatte ich den Kindern meiner Ergotherapeutin eine Maske abgekauft (Sohnemann hatte die Geschäftsidee und faltet die Stoffstreifen so vor, daß sein Schwesterlein daraus Masken nähen kann…)

So sehr ich den Laden liebe – diesmal war es enttäuschend: Das Restaurant war geschlossen – also keine Mandeltorte für mich 🙁 Und unter der blöden Maske erstickte ich fast. Aber Le Bär sollte ja sein übliches Belohnungs-Stofftier für’s Alleinbleiben bekommen, also wühlten wir uns erstmal da hindurch. „Unser Hund hat ein Luxusproblem!“ lachte der Prinz sich halb kaputt. Denn: …“diese graue Katze hat er schon… den braunen Hund da auch… den Husky-Welpen auch…den Teddy auch… das Schwein auch… Zum Glück fanden wir noch einen Pandabären, den Le Bär noch nicht hat! Das Foto ist übrigens ein lieber Gruß an Schwesti, die Eulen liebt! Le Bär freute sich riesig über den Panda, den er erstmal zwei Tage lang mit sich herumschleppte und der schon „bärchengerecht“ durchgesabbert ist 😀

Bitte jeder nur ein Lied!

Das Coronavirus hat viel Ärger gemacht, aber aus der Not sind auch kreative Ideen entstanden, wie Christian Hanne, der Inhaber des Blogs Familienbetrieb, beschreibt:

Er und seine Frau setzen sich am Wochenende mit den Kindelein zusammen. Jeder darf sich auf Juhtjuhp ein Lied aussuchen, das sich alle gemeinsam anhören. Bis zum Schluß, egal wie schlimm die anderen es finden.Geniale Idee! Und witzig! Hier könnt ihr nachlesen, wie sich die Sache bisher angelassen hat. Viel Spaß!

Eine kleine Vorfreude

haben der Prinz und ich gerade, my dearies: wir freuen uns nämlich auf das überraschte Gesicht unsres Vermieters Jürgen, wenn er den ehemaligen Pferdestall und die frühere Waschküche sieht: leer und sauber! Ein bißchen Zeit brauchen wir aber noch, wir sind gerade noch mittendrin im Ausräumen und -misten. Wir sind schmuddelig vom vielen Staub, aber auch unendlich fasziniert davon, was da alles auftaucht aus den Untiefen alter Kartons und Kisten! Einiges konnten wir nur noch in der Mülltonne entsorgen, leider – aber die Räume sind eben feucht, und das hält nicht jeder Gegenstand durch. Der Prinz ist jetzt gerade zum vierten Mal unterwegs zum Wertstoffhof. Gestern hat er etliche Fahrten zum CarLa ( = Caritas-Laden) gemacht, mit Kleidung, die noch gut in Schuß ist, sowie etlichen Haushaltsgegenständen. Zu meiner Freude kam auch meine lang vermißte Schnorchel-Ausrüstung zum Vorschein – Schnorchel, Brille und Flossen. Aber ich habe mich dann doch (etwas wehmütig) entschieden, sie der Caritas zu geben, denn:
-Wir haben sie bereits 2004 auf Mallorca gekauft und ich hatte seitdem keine Gelegenheit mehr, sie zu nutzen,
-ich muß erstmal wieder schwimmen lernen, um sie nutzen zu können (zumindest Arm und Bein links wieder frei bewegen können),
– sobald ich wieder fit bin, wollen wir sowieso Tauchen lernen,
-ich habe die Schnorchel-Ausrüstung seit 16 Jahren nicht mehr genutzt und das hat mir nicht geschadet. Also, kurz entschlossen: sie soll jemand anderem Freude machen. Ich kann mir jederzeit wieder eine anschaffen.

Dann erscheinen in der früheren Waschküche plötzlich Sedimentgesteine aus meiner Praxis im Schloß: Die Tische und Stühle aus dem Schulungsraum und Wartebereich, ein Mini-Messestand, den man zerlegen und in einem Trolley transportieren kann (Ich hatte ihn für Gesundheits- und Infotage genutzt), ein Sandwich-Werbeständer, ein Werbe-Rollbanner und zu meiner Überraschung noch viele Werbeflyer. Die Flyer und das Rollbanner sind ja adreßtechnisch nicht mehr aktuell und müssen wohl in die Tonne, aber den sandwich-Werbeständer und den Messestand kann ich mühelos umwidmen auf meine neue online-Heilpraktikerschule, prima! Die Teeküche hatte ich damals gleich verkauft; die hatte jemand aus Worms für die Angestellten seiner Firma genommen. Ach… gerahmte Greenpeace-Plakate aus den 80er Jahren, die Schallplattensammlung des Prinzenpapas, Schuhe und Taschen des Prinzen, der in dieser Hinsicht eigentlich ein Mädchen ist 😀 – unfaßbar, was da alles lagerte! Aber das Aufräumen tut echt gut, auch energetisch! Platz machen für Neues, für neue Energien! UND über das Verschenken vieler Dinge an die Caritas machen wir indirekt auch andern Menschen noch Freude mit den Sachen. (Ganz abgesehen davon, daß unser Vermieter sich bestimmt dolle freuen wird, denn er hat ja kürzlich mal ganz nett erwähnt, daß ihm in den Räumen zuviel Krams herumsteht.) So, der Prinz ist von der Caritas zurück, weiter geht’s!

Heeey Amarena!oder: die Freunde der Hölle

[Hier hüftschwingende Lakritzefrau einfügen]

Darlings, soeben habe ich den ersten Amarenabecher dieses Jahres genossen! yummyyyyy! Auch Alessio und Esther mußten ja ihr Eiscafé für einige Wochen zwangsschließen. Vor Kurzem hat der pfiffige Alessio einen Drive-In gebaut, weil nur kontaktloser Verkauf über die Theke erlaubt war. Das war eine geniale Lösung. Heute rief ich an und fragte, ob schon geöffnet sei, weil ich ungeheure Lust auf meinen geliebten Amarenabecher hatte. Die neue junge Mitarbeiterin sagte ja – aber nur mit Maske. Ich fragte, ob ich einen Becher zum Abholen vorbestellen könne. Ja, das sei möglich. Also orderte ich meine drei Eissorten dazu und der Prinz fuhr mich hin. Allerdings war der Parkplatz zugepflastert mit Motorrädern, meist Harleys. Dazwischen standen bierbäuchige, rauchende Männer mit grauen Bärten herum, auf deren Lederkutten supercoole Sachen zu lesen waren wie „MC Nibelungen“, „Motor Rider Eisbachtal“ und – zu meiner größten Erheiterung – „Friends of Hell„.

„Uuuuhhh, „Friends of Hell“, sagte ich zum Prinzen auf der Rückfahrt, „Das sind knallharte Jungs, die fürchten sich vor nix – vermutlich hören die den ganzen Tag Helene Fischer!“ Der Prinz lachte. „Na, sei nicht so gemein“, sagte er.

„Also komm“, sagte ich,“im Ernst – ein 60-Jähriger Mann mit Bierwampe, der ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Friends Of Hell“ trägt, das ist doch peinlich.“
„Tja“, sagte der Prinz philosophisch, „Auch aus einem 60-Jährigen Motorrad-Rocker holst du den 16-Jährigen Pubertierenden nicht mehr raus.“
Wie auch immer: DerAmarenabecher hat meinen Tag gemacht \o/

Le Bär, das Cleverle

Unser kleiner Herr Sonntag, meine Lieben, kann nichts so gut wie sich dumm zu stellen, wenn er nicht gehorchen möchte. Aber vorgestern Abend (Pizza – und Rotwein-Abend) hat er mal wieder gezeigt, daß er verdammt clever ist:
Die Pizza ist verputzt, der Prinz will vom Tisch aufstehen, stutzt plötzlich, guckt nach unten und sagt:“Huch, was ist das denn?“ Und lacht laut los: „Nee, oder?!“ Und zu mir: Das glaubst du jetzt nicht, Schatz!“ Da hatte der Bär Durst gehabt und nach Wasser gefiept, wir hatten das Fiepen aber als Betteln nach Pizza interpretiert (der Bär liebt Pizza!) und ignoriert, denn er bekommt nichts vom Tisch (Hör sofort auf zu lachen, Martin Rütter!). Als kein Wasser kam, hatte der Bär heimlich, still und leise seinen leeren Wassernapf zum Prinzen hinübergeschoben, und zwar so, daß der Prinz mit dem Fuß an den Napf stoßen mußte, sobald er sich bewegte! Wir lachten sehr, der Prinz füllte ihm natürlich sofort Wasser nach, unter vielen Entschuldigungen. Der Bär stürzte sich gleich sehr dramatisch auf das Wasser und legte eine eindrucksvolle „Fast wäre ich verdurstet!“ – Show hin. Der Prinz und ich lachen immer noch darüber und sind uns einig: Abgesehen von der Entscheidung, unser Leben miteinander teilen zu wollen, war die Adoption des Bärchens die beste Entscheidung unseres Lebens!