Eine kleine Vorfreude

haben der Prinz und ich gerade, my dearies: wir freuen uns nämlich auf das überraschte Gesicht unsres Vermieters Jürgen, wenn er den ehemaligen Pferdestall und die frühere Waschküche sieht: leer und sauber! Ein bißchen Zeit brauchen wir aber noch, wir sind gerade noch mittendrin im Ausräumen und -misten. Wir sind schmuddelig vom vielen Staub, aber auch unendlich fasziniert davon, was da alles auftaucht aus den Untiefen alter Kartons und Kisten! Einiges konnten wir nur noch in der Mülltonne entsorgen, leider – aber die Räume sind eben feucht, und das hält nicht jeder Gegenstand durch. Der Prinz ist jetzt gerade zum vierten Mal unterwegs zum Wertstoffhof. Gestern hat er etliche Fahrten zum CarLa ( = Caritas-Laden) gemacht, mit Kleidung, die noch gut in Schuß ist, sowie etlichen Haushaltsgegenständen. Zu meiner Freude kam auch meine lang vermißte Schnorchel-Ausrüstung zum Vorschein – Schnorchel, Brille und Flossen. Aber ich habe mich dann doch (etwas wehmütig) entschieden, sie der Caritas zu geben, denn:
-Wir haben sie bereits 2004 auf Mallorca gekauft und ich hatte seitdem keine Gelegenheit mehr, sie zu nutzen,
-ich muß erstmal wieder schwimmen lernen, um sie nutzen zu können (zumindest Arm und Bein links wieder frei bewegen können),
– sobald ich wieder fit bin, wollen wir sowieso Tauchen lernen,
-ich habe die Schnorchel-Ausrüstung seit 16 Jahren nicht mehr genutzt und das hat mir nicht geschadet. Also, kurz entschlossen: sie soll jemand anderem Freude machen. Ich kann mir jederzeit wieder eine anschaffen.

Dann erscheinen in der früheren Waschküche plötzlich Sedimentgesteine aus meiner Praxis im Schloß: Die Tische und Stühle aus dem Schulungsraum und Wartebereich, ein Mini-Messestand, den man zerlegen und in einem Trolley transportieren kann (Ich hatte ihn für Gesundheits- und Infotage genutzt), ein Sandwich-Werbeständer, ein Werbe-Rollbanner und zu meiner Überraschung noch viele Werbeflyer. Die Flyer und das Rollbanner sind ja adreßtechnisch nicht mehr aktuell und müssen wohl in die Tonne, aber den sandwich-Werbeständer und den Messestand kann ich mühelos umwidmen auf meine neue online-Heilpraktikerschule, prima! Die Teeküche hatte ich damals gleich verkauft; die hatte jemand aus Worms für die Angestellten seiner Firma genommen. Ach… gerahmte Greenpeace-Plakate aus den 80er Jahren, die Schallplattensammlung des Prinzenpapas, Schuhe und Taschen des Prinzen, der in dieser Hinsicht eigentlich ein Mädchen ist 😀 – unfaßbar, was da alles lagerte! Aber das Aufräumen tut echt gut, auch energetisch! Platz machen für Neues, für neue Energien! UND über das Verschenken vieler Dinge an die Caritas machen wir indirekt auch andern Menschen noch Freude mit den Sachen. (Ganz abgesehen davon, daß unser Vermieter sich bestimmt dolle freuen wird, denn er hat ja kürzlich mal ganz nett erwähnt, daß ihm in den Räumen zuviel Krams herumsteht.) So, der Prinz ist von der Caritas zurück, weiter geht’s!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.