Dieses Wochenende so

Freitagnachmittag, darlings… Die Woche flitzte mal wieder rum wie nix. Heute Abend sind wir im Theater. Nein, mal nicht im Nationaltheater Mannheim 😃

Es ist die Aufführung einer Komödie der örtlichen Theatergruppe, im Sportheim des TUS. Wir gehen hin, weil Freund und Lieblingsnachbar Gerd mitspielt, und es lohnt sich immer, ihn auf der Bühne zu erleben, er ist klasse und superwitzig.

Ich hoffe nur, daß es nicht wieder wie beim letzten Mal, als wir dabei waren, so eine peinliche Fremdschäm-Einlage des Vereinsvorsitzenden gibt. Da stieg der kleine Fettklops nämlich auf die Bühne, drängte sich ganz nach Trump’scher Manier zwischen die sich unter dem Applaus verbeugenden Schauspieler zum vorderen Bühnenrand und begann ungefragt, dem Publikum die Schauspieler vorzustellen. Diese schauten sehr irritiert, waren aber professionell genug, so zu tun, als sei so ein Verhalten normal, und ließen den kleinen runden Vorsitzenden sich selbst lächerlich machen. Denn: Der Typ hatte keine Ahnung, wie die Schauspieler heißen, daher stellte er sie alle mit ihren Rollen-Namen vor. Peinlich. Die Leute auf der Bühne stammen alle hier aus dem Dorf, er sollte sie kennen, denn er lebt mit seiner Familie schon länger hier als wir – zumal er sich hechelnd nach dem Posten des Vereinsvorsitzenden gedrängt hatte. Wie die Amerikaner bei Trump sagen: Du wolltest den Job und den Titel (wohl mehr den Titel ; )) unbedingt, also benimm dich jetzt entsprechend.

Die Zuschauer konnten sich während der Trump-Einlage das Grinsen kaum verkneifen, lachten und zwinkerten sich vielsagend zu – der Klops hat einen Ruf im Dorf, daß er das Feingefühl eines Betonpfeilers besitzt und für ein bißchen Aufmerksamkeit alles zu tun bereit ist. Ausstehen  kann ihn kaum jemand, aber vielen tut er leid. Nun, vielleicht hält er sich ja heute Abend zurück. ( Ja nee, is klar, das würde Trump auch tun, ganz sicher…“Ich hab‘ zwar keine Ahnung, worum es hier geht, aber Hauptsache, ich habe ein bißchen Aufmerksamkeit…“)

Uuund morgen, my darlings, ist Samstag, der 11.11. – Sankt Martin – der sechste Jahrestag des Hallamati, also der Gehirnblutung (Bei dem Wort fällt mir noch eine witzige Geschichte ein, die ich vergessen hatte zu bloggen, hole ich nach!)

Bei neurologischen Verletzungen und dadurch bedingten Bewegungsausfällen, wie bei mir, heißt es üblicherweise in der neurologischen Fachwelt: „Was nach fünf Jahren an Heilung noch nicht wieder da ist, das kommt auch nicht mehr.“ Also hätte ich bereits im letzten Jahr die Hoffnung auf Gesundung aufgeben müssen, denn das war der fünfte Jahrestag. Aber ich hatte bereits damals nur das wiederholt, was ich von Anfang an gesagt habe: Ich denke nicht im Traum daran, aufzugeben – ich mache weiter, ich kämpfe! Gerade in den letzten Wochen habe ich dank meiner tollen Ergoherapeutin  gute Fortschritte mit dem linken Arm und der linken Hand gemacht. Niemand kann wissen oder voraussagen, wie sich so eine Sache entwickelt. Es liegt viel am Patienten selbst. Wer sich aufgibt, hat schon verloren, finde ich.

Den Samstag werden wir toll feiern –als meinen sechsten Geburtstag, denn vor sechs Jahren bin ich dem Tod von der Schippe gesprungen. Ich lebe noch, und das sehr gerne! Wie immer, werden wir das abends mit einem köstlichen Essen im Tivoli feiern, darauf freue ich mich schon sehr. Ivo und Giovanna haben uns schon Plätze reserviert. Mnjam. Der Sonntag wird dann ein genüßlicher Ruhetag werden.

 

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