Yesterday

all my troubles waren die gleichen wie heute, was Husten und Atmen und Kopf und so anbelangt, aber:
gestern war ich bei ihr zu Besuch und bin von der fast fünfjährigen Tochter mit gar wunderbaren Bildern beschenkt und von der Mutter gar wunderbar mit Spaghetti Bolognese bekocht worden. Und wir waren spazieren, es war mein erster langer barfüßiger Spaziergang in diesem Jahr, durch Gärten und Weinberge und an Pferdewiesen vorbei und durch matschige Treckerspuren (Matsche = Spaß pur für nackte Füße!!!).
Gearbeitet hab ich auch, die Fahrt war teils dienstlich, aber angenehm.
Und es war schön bei Ulrike!
(Herr Norden, wir haben ein schönes Foto für dich gemacht.)
(Und einen eigenen Navi hab ich auch endlich und muss nicht immer den vom Prinzen klauen. Bzw: ich habe den vom Prinzen geklaut, der hat sich nämlich so ein Superdupermegamaxiichkannalleswasdunichtkannst-Teil gekauft, das vermutlich vom dem Monolithen auf dem Mond aus gesteuert wird. Und nächste Woche wird der Prinz damit zum Pluto fliegen.)
Und nein, wirklich zusammenhängendes Zeugs kommt von mir heute nicht. Sorry.

Uli Stein meets iPhone

Haddu Eifon?
Magdu Uli Stein?
Sehr coole Idee – Cartoonpuzzles und Memory von Uli für’s iPhone… und ich frage mich gerade, warum ich zugelassen habe, dass der Prinz sein iPhone wieder verkauft hat, statt es für mich selbst zu übernehmen. Nu ja. Manchmal denkt man nicht weiter als bis zum großen Zeh…
Hier könnt ihr gucken, wie es aussieht.

Ich bin nämlich cool!

Der Prinzensohn war am Wochenende da (deswegen war das Wochenende auch ein bisschen anstrengend).
Man muss dem Prinzensohn lassen, dass er sich inzwischen zu einem verhältnismäßig netten und einigermaßen wenig nervenden Jungen entwickelt hat (außer, wenn er versucht, cool zu wirken und den Prinzen mit „Ey, was soll das, Alter?!“ anmotzt, dann müssen wir nämlich lachen und er wird richtig sauer).
Der Prinzensohn hat es sich mit seiner Xbox vor dem Fernseher gemütlich gemacht, lässt gerade einen Mann über eine Straße rennen und hinter ihm ein Auto rumwirbeln.
Ich: „Was ist das für ein Spiel?“
Er, leicht abwesend: „GTA.“
Der Prinz, augenrollend und grinsend zu mir: „Was immer das auch heißen mag…“
Ich: „Ah, Grand Theft Auto. Teil IV?“
Der Prinzensohn dreht sich überrascht zu mir um, grinst dann breit, nickt mir anerkennend zu und lässt das Auto explodieren.
Der Prinz guckt mich fassungslos an. „Woher weißt du das alles? Du wusstest auch, wie das Spiel mit der Gitarre heißt, das er sich gekauft hat!“
Ich: „Rock Band, ja. Komm mit.“
Ziehe ihn in den Flur raus und flüstere:
„Ich lese Wil Wheatons Blog. Da steht sowas alles drin, weil Wil ein Gamer und ein Nerd ist, wie er im Buche steht. Also alles nur second-hand-Wissen. Sag das dem Kleenen aber nicht. Sonst bin ich nicht mehr cool. Klar?“
Dem Prinzen ist gar nix klar, weil er Wil Wheaton nur aus meinen Erzählungen kennt. Er hat nie Star Trek geschaut und auch erst bei mir zum ersten Mal den wunderbaren Film Stand By Me gesehen.
So wie er nur noch fassungslos blinzelt angesichts der schieren Menge an Wissen (wichtig und unwichtig), das ich durch Lesen konsumiere, so sperre ich Mund und Nase auf, wenn er irgendwo eine Klavier- oder Orgeltastatur zu fassen kriegt und gerade mal eben Bachs Toccata und Fuge in d-Moll raushaut. So aus dem Handgelenk.
Wir sind beide Nerds, jeder auf seine Weise.
Und der Prinzensohn hält mich für cool.
Hehe.

Das Karussell der technischen Spielzeuge

Als der Prinz vor einer Woche ins Bad gestürmt kam, mich aus meinem Terry Pratchett-Buch und Badeschaum hochschreckte und mir strahlend verkündete, dass er gerade bei ibäääh eine PSP gekauft hatte, wusste ich nicht mal, was das ist.
Tat mir ja dann auch ein bisschen leid, dass ich die Freude des Prinzen nicht so teilen konnte, sondern er mir erstmal was dazu erzählen musste.
Nun muss ich gestehen, dass ich noch nie kapiert habe, was daran so toll ist, einen winzigen Kasten mit noch winzigerem Bildschirm in der Hand zu halten und mit zusammengekniffenen Augen stundenlang kleine Knöpfchen darauf zu drücken.
Dazu kommt, dass der Prinz sich alle naselang irgendein technisches Spielzeug mit vielen kleinen Knöpfen und bunten Displays kauft, auf die ich dann stundenlang starren und irgendwelche tollen Funktionen bewundern muss. (Wenigstens verkauft er die alten Spielzeuge dann und lagert sie nicht im Haus.)
Sehr oft kommt dann nach nach ein bis drei Tagen eine der beiden Entscheidungen:
– „Das Ding verkauf ich wieder. Das kann das nicht und wenn ich das mache, dann macht es das nicht. Das ist ja wohl echt Mist! Das geht ja wohl gar nicht, wer hat sich das denn ausgedacht!?“
– „Ich verkauf das Ding wieder und hol mir die nächstgrößere Version. Also, die 30/50/80 Euro hätte ich auch gleich ausgeben können, damit kann man nämlich das machen und wenn man das macht, dann macht es das und das ist ja nur geil und außerdem hat es sechs Millionen Gigabyte mehr Speicherplatz, da kann ich Filme draufladen.“
Mit der PSP erging es mir nicht anders. „Boah, und guck mal hier, wenn man hier drückt und dann da draufgeht, dann macht es das!“ – tagelang. Ja. Toll, Schatz, echt. *ggg*
Aber ich musste bei diesem Teil gestehen: die Bildqualität fand ich sehr beeindruckend. Gestochen scharf, so dass auch bei dem kleinen Bildschirm jedes Detail des Films erkennbar ist. Schon klasse. Tonqualität ebenfalls.
Heute morgen ertappte ich mich dabei, wie ich mir den Kopfhörer in die Ohren stöpselte, an den Knöpfen rumdrückte und begann, I Robot zu gucken.
Später, in der Küche, ich war gerade beim Kaffeezubereiten, sagte der Prinz beiläufig:
„Ich verkauf das Teil wieder.“
„Was für’n Teil?!“
„Die PSP.“
*pruuuuusssst*
„Ja, nee“, erklärte der Prinz, „die aktuellere Version – also ich hab ja nur die vorletzte Version – die aktuelle, weißt du, die hat viel mehr Speicherplatz und außerdem kann sie Aliens auf Beteigeuze kontaktieren und…“
Er verstand überhaupt nicht, warum ich vor Lachen halb in die Kaffeebohnen fiel.
„Und ich dachte… ich seh ja, du hast Spaß dran und ich könnte sie ja dir lassen und dann mir die neue kaufen…“
Ich überlegte. Warum eigentlich nicht? Ist schon ein witziges Teil und man kann Filme gucken und spielen…
„Ok“, sagte ich. „Dann geb‘ ich dir was zur neuen dazu. Wann willst du die denn kaufen? Irgendwann nach dem Urlaub?“
Der Prinz guckte erstaunt.
„Nee. Jetzt!“
Ich hab jetzt eine PSP.
:-)))

Unbezahlbar

Bei einer Freundin haben wir kürzlich ein Paar kennengelernt, das ein EDV-Geschäft betreibt. Der Mann ist gelernter Fernseh- und Radiotechniker und hat alles, was Computer anbelangt, von den Kinderschuhen an gelernt und begleitet. Das Geschäft besteht seit 23 Jahren und die beiden haben wirklich Ahnung, die fallen auch nicht auf schnellebigen Glamour rein. Bei denen ist man mit allen Fragen rund um PC klasse aufgehoben.
Gestern abend waren wir beide mit unseren Lappis da, ich habe meinem etwas mehr Hubraum gegönnt (hach, ist der schön schnell geworden) und der Prinz hat sich für’s Filmfestival noch einen mobilen Bildschirm zugelegt.
Wir waren gerade dabei, mit Michaela, der Inhaberin, nach Ersatzteilen zu schauen, da fing meine Nase an zu bluten. Nett. Ich hab das öfter zu Winteranfang, wenn ich viel in trockener Heizungsluft sitze und zuwenig Wasser trinke.
Ich wische mir das Blut ab und sage zum Prinzen: „Mensch, du sollst mich doch nicht immer auf die Nase schlagen, wenn du mich verprügelst, das weißt du doch!“
Der Prinz: „Ach ja, hatte ich schon wieder vergessen, sorry.“
Michaela (guckt nur kurz hoch und erhebt den Zeigefinger): „Immer nur Körperschläge, die sieht man nicht, das verdecken die Klamotten!“
Hubraum für Lappi: 30 Goldtaler
Monitor: 165 Goldtaler
Das Gesicht des Angestellten: unbezahlbar