Die 70er winken. Michael Holm singt.

Habe gerade bei youtube was Geniales gefunden:

Michael Holm mit Mendocino. Sitze hier und lache mir eins. Und ich kann sogar teilweise den Text noch.

Michael Holm war ein richtig netter Mensch. Ich muss so 13 oder 14 gewesen sein, als ich in einem der eifrig gesammelten top-Hefte eine Autogrammkarte von ihm fand. Damals habe ich viele dieser Karten abgeschickt, mit frankiertem Rückumschlag, und der größte Teil kam auch signiert zurück. Ich hatte eine stattliche Sammlung von Autogrammen vieler Stars, die damals bei Disco oder der Hitparade auftraten.

Meine Mutter arbeitete damals in einer Firma, die Metalle  einschmolz und verarbeitete.  So brachte sie eines Tages Münzen aus einem asiatischen Land mit, die in der Mitte ein viereckiges Loch hatten. Diese Währung war ersetzt worden und die Firma hatte eine große Menge der Münzen zum Einschmelzen aufgekauft.

Eine dieser Münzen legte ich Michael Holm mit der Autogrammkarte in den Briefumschlag.

Zu meiner größten Überraschung kam kurz darauf ein Brief für mich zurück. Michael Holm hatte sich die Mühe gemacht und sich an die Schreibmaschine* gesetzt, um mir einen Brief zu schreiben.

In dem Brief bedankte er sich für die Münze, erzählte, dass er Münzen sammle und noch ein paar Dinge, an die ich mich heute leider nicht mehr erinnere. Ich weiß auch nicht mehr, was aus dem Brief geworden ist. Und natürlich lag die Autogrammkarte mit persönlicher Widmung dabei.

Für ihn war das damals vermutlich nur eine kleine Mühe, hatte aber marketingtechnisch den Effekt, dass ich den Namen Michael Holm bis heute mit einem freundlichen und sympathischen Sänger verbinde.

Und, wie ich gerade feststelle: Mendocino ist immer noch ein Lied, nach dem ich tanzen kann. Trotz der 35 Jahre dazwischen.

*für meine jungen Leser: Schreibmaschine. Stellt euch eine Tastatur vor, die ohne Strom funktioniert, rein mechanisch. Und statt des Bildschirms ein Blatt Papier, das man vor dem Schreiben einspannt. Später gab es Schreibmaschinen, die mit Strom liefen (die gute alte IBM Kugelkopf *seufz*), da musste man nicht mehr so ganz feste drücken.

Aber, liebe junge Leser: man musste die Rechtschreibung beherrschen und mit zehn Fingern fehlerfrei tippen können! Gell, das klingt erschreckend? Denn: die Kopie entstand, indem man ein Kohleblatt zwischen zwei Blätter legte.  Tippfehler wurden also schonungslos offenbart, auch wenn man sie auf dem Hauptblatt mit Tipp-Ex vertuscht hatte.

(Jaja, Oma Lakritze erzählt aus dem Krieg…)

Video –> DVD

Hat jemand in der Wormser Region ein Überspielgerät Video -> DVD und würde das mal verleihen?
Ich habe da einige Videos, die ich gern auf DVD konservieren möchte. Will mir aber kein Gerät anschaffen, weil ich das vermutlich nicht mehr brauchen würde und Staub ansetzen muss es ja auch nicht bei uns steht genug herum, weil ich mit einem Jäger, Sammler, Aufbewahrer und Überallrumsteller zusammenlebe.

Turn left, says Maggie

Meine Freundin Dipali ist mit der englischen Sprache aufgewachsen und hat in England gelebt (sie spricht auch ein wunderbares britisches Englisch).
Letzten Sonntag waren wir zusammen nach Frankfurt unterwegs (eine der gruseligsten Städte überhaupt für mich), mein Navi führte uns und Dipali erzählte mir, ihr Navi hieße „Maggie“. Nach Margaret Thatcher. Sie hat das Ding auf „British English“ eingestellt.
„Das klingt so herrlich snotty, wirklich wie die Thatcher live und in Farbe“, lachte sie.
Das ließ mir keine Ruhe, gestern abend musste ich nochmal in die Stadt raus und machte mir den Spaß, bei meinem Navi nachzusehen. Tatsächlich: es gibt etliche Fremdsprachen, darunter British, Australian und American English.
Ich stellte sofort auf British English um und lachte mich während des ganzen Weges kaputt.
Leider kann man den Klang ja schriftlich nicht rüberbringen, dieses „drive two hundred and fifty metres, then turn left“ – leicht nasal, überheblich, befehlend – Mrs. Thatcher presents. Großartig!
Ich bin dann absichtlich über ein paar Nebenstraßen gefahren, nur um sie „Recalculating! Recalculating!“ sagen zu hören und noch ein paar Ansagen mehr zu bekommen.
Auf dem Rückweg habe ich mal Australian English eingestellt, aber bei so kurzen Sätze merkt man den Unterschied gar nicht so sehr. Allerdings: die britische Dame beschränkt sich auf Richtungsanweisungen, während die Down-Under-Frau die Straßennamen mitliefert – in englischer Aussprache.
„Wiessenhiemer Hoptstress“ heißt Weisenheimer Hauptstraße – in einer fremden Stadt ist man damit vermutlich verloren.
Heute morgen  bin ich aus lauter Spaß an der Sache mit Navi zur Uni gefahren.
(Und morgen versuche ich es mit Niederländisch.)

Rundflüge mit der JU52

Die JU-AIR bietet derzeit Rund- und Sonderflüge mit einer JU 52 an:
http://www.ju52rundflug.de
Lässt sich bei mir leider finanziell nicht verwirklichen im Moment, aber ich wollte das auf jeden Fall mal weitergeben – vielleicht gibt es ja noch mehr Fans dieses Flugzeuges außer mir 🙂
Ich habe nicht den geringsten Schimmer, warum, aber ich liebe dieses Flugzeug. Es ist immer sehr merkwürdig und ein bisschen peinlich für mich, wenn ich im Speyrer Technikmuseum vor den beiden Maschinen stehe. Ich muss dann immer mit den Tränen kämpfen und habe einen sehr intensiven Emotionswusel in mir, den ich mir nicht erklären kann.
Außerdem habe ich immer das deutliche Gefühl, da jetzt einsteigen und losfliegen zu müssen, als würde ich das Flugzeug ganz genau kennen. Das ist sehr intensiv.
(Deswegen würde ich, wenn ich in so einer Rundflugmaschine säße, vermutlich versuchen, dem Piloten ständig reinzureden 🙂 Und nein, ich habe keinen Pilotenschein, aber ich liebe das Fliegen.)
Meine beiden „Babys“ im Museum sind
– eine Originalmaschine, die im Krieg in einem norwegischen See versunken ist. Sie musste auf dem gefrorenen See notwassern, nachdem sie angegriffen wurde. Mit der Schmelze versank sie und war mehrere Jahrzehnte da unter Wasser, bis sie geborgen und restauriert wurde, und
– ein spanischer Nachbau (es gab französische und spanische Nachbauten, weil das Flugzeug als Transporter so genial war). Die macht auch nicht diese Emotionen bei mir.
Die Flugzeuge von der JU-AIR (einem Schweizer Verein) sind drei Originalmaschinen, die die Schweiz 1939 bekommen hat und die den Krieg deswegen überlebten.
Wirrer Rede kurzer Sinn: es gibt Rundflüge, wer einen mitmacht, erzähle mir bitte davon 🙂

Oh dear

Habe gestern nochmal kurz in das herrlich schräge Spiel Starship Titanic (Zusammenarbeit zwischen Douglas Adams und Monty Phytons Terry Jones) reingeschaut, ich stecke fest und hab seit Monaten nicht mehr gespielt, da ich zuwenig Zeit habe.
[Kennt sich jemand aus? Ich komm nicht aus der blöden Lobby raus und laufe mich tot auf der Suche nach dem Brunnen.]
Das Beste ist für mich immer noch der Robot, der aus dem abgestürzten Raumschiff rauskommt, mich anguckt und bedauernd –  in schönstem britischem Englisch – sagt:
„Human being, is it? Oh dear.“

Nur für ganz alte Leser

Ich habe beim Räumen in einer Kiste einen Walkman gefunden.
(Erklärung für junge Leser: früher gab es Musikkassetten, also so kleine Plastikgehäuse mit Tonband drin. Die konnte man in dem Walkman abspielen. Man könnte sagen: ein Walkman ist ein steinzeitlicher mp3-Player.)
Dieses Foto hier kommt ihm sehr nahe, aber meiner heißt Radiotone KC-3.
Ist prima in Schuss, funktioniert einwandfrei, ist nur ein wenig verkratzt. Hat auch einen Bügel, damit man ihn am Gürtel befestigen kann. Eine Kassette mit schöner Musik von Enya ist auch dabei.
Möchte jemand dieses wunderbare Museumsstück haben?

Was ist passiert? – Auflösung :-)

EvilEnte hat recht: das Ding ist ein Speicherstick. Ist der nicht saucool???
(Fionas Erklärung gefällt mir aber auch sehr gut!)
Der herzliebste Herr Norden hat ihn mir zum Geburtstag geschenkt.
Ich habe genauso gerätselt wie ihr, weil das Ding zwar mit einer sehr schönen und witzigen Karte, aber ohne jegliche Erklärung kam. Nun kenne ich Herrn Norden ja schon eine geraume Weile und weiß, dass er verrückt ist sowas nicht ohne Hintergedanken macht.
Also hab ich mich ein paar Tage lang gefragt, warum zur Hölle der Mann mir ein abgeschnittenes USB-Kabel schickt.  Und wusste derweil genau, dass er zuhause im stillen Türmchen saß und sich eins grinste. (Jaja, komm, gib’s ruhig zu!)
Hab es aber doch noch rausgefunden. Tolles Teil, oder? Hat zwei GB.
Inzwischen hat sich die Erscheinungsform leicht geändert, weil Pippilotta mitbekommen hat, dass ich Herrn Norden im Juni besuchen will. Und fürsorglich hat sie sichergestellt, dass dann niemand seine Sticks verwechselt:
stick
Ist das nicht unglaublich lieb von ihr?