Suchbegriffe gesucht…

Leider gibt es derzeit keine interessanten bzw. lustigen  Suchbegriffe in meiner Blogstatistik. Schade. Was ich allerdings sehe, ist, daß es offenbar mit mir noch viele Fans des wunderbaren Pan Tau gibt, denn

„Pantau“

ist einer  der häufigsten Suchbegriffe, und damit ist dieser  Blogbeitrag – verfaßt ein knappes Jahr vor dem Hallamati –  einer der am häufigsten aufgerufenen Artikel dieses Blogs.

<klugscheißmodus> „Pan“ heißt im Tschechischen „Herr“. Die Serie heißt übersetzt also „Herr Tau“. Daher ergibt „Pantau“ so viel Sinn wie „Herrstein“ </klugscheißmodus> 😀

Prinz, der Richtige

Woran ich in der letzten Zeit mal wieder gesehen habe, daß ich mir mit dem Prinzen den perfekten, den richtigen Mann für mein Nerd-Leben ausgesucht habe:

  1. Im vergangenen Herbst: Ich bin mit der vierten Staffel von „Doctor Who“ durch, die fünfte ist aber so teuer… also schlägt mir der Prinz vor, diese doch einfach per Am**on Prime übers Internet zu schauen. Hach, shit, das mit dem „streaming“ ist genauso eine bescheuerte Sache wie mit „downloaden“, „liken“ und anderen denglisch-Vergewaltigungen. Ich sage grundsätzlich, daß ich mit etwas herunterlade oder ich klicke „gefällt mir“ – aber was mache ich mit „streaming?

Also, der Prinz erklärt mir das mit dem streaming und ich bin begeistert (habe dann die fünfte Staffel fast komplett am PC geschaut, bis der Prinz vorschlug, einen internetfähigen Fernseher anzuschaffen, der jetzt in meinem Lesezimmer steht, und zwar so, daß ich beim Training am Motomed DVDs oder Prime schauen kann (juhu). Etwas verwirrt hatte mich die Tatsache, daß man einzelne Folgen sowie die ganze Staffel zum „streaming“ kaufen kann.

„Warum sollte ich das tun, wenn ich mir doch auf jeden Fall die DVDs zulegen werde?“ fragte ich den Prinzen verständnislos.

„Dann kannst du dir die ganze Staffel auf deinem PC speichern“, erklärte er mir.

Dreht sich zu mir um, sieht mich ernst an und sagt: „ Falls du mal in einem Universum landest, in dem es kein streaming gibt.“ <3 !!!

 

  1. Kürzlich, im Urlaub (Achtung –typisches Mann-Frau-Gespräch! : D )

Das war zu dem Zeitpunkt, als wir überlegten, einen Internet-Stick für mein Laptop zu kaufen, weil es in der sch**** Ferienwohnung kein WLAN gab.

„ Du hast dann praktisch dein eigenes kleines WLAN bei dir“, erklärte mir der Prinz (das war auf der Fahrt nach Leer).

„Cool“, sagte ich, heißt das, wenn wir zum Beispiel im Woyton sitzen, daß die Leute um uns herum dann außer dem Woyton-WLAN auch meines sehen können?

„Ja“, sagte der Prinz, „ aber sie können nicht rein wie in das vom Woyton, weil du es mit einem Paßwort geschützt hast.“

„Aaah, klasse“, sagte ich begeistert, „ ich könnte es „Pennyschaffdirdein eigenesWLANan T.A.R.D.I.S nennen, und als Paßwort könnte ich „rosetyler“ nehmen. Sie ist die Coolste.“

„Ach ja, Rose“, sagt der Prinz versonnen, das war die Einzige, die –„

-„die er geliebt hat, ja“, sagte ich, auch versonnen (und an Bad Wolf Bay denkend).

„- die Einzige, die einen Schlüssel zur T.A.R.D.I.S. hatte“ vollendete der Prinz seinen Satz. Breit grinsend. Typisch Kerl. Immer so praktisch, wenn’s ramontisch wird. Menno.

Fazit: Du weißt, daß du den Richtigen hast, wenn er mit dir auch deinen inneren Geek umarmt 😀

 

 

 

 

 

Empfehlung: Last Chance to see

Nein, my dearies, ich meine nicht das wunderbare Buch des wunderbaren Douglas Adams, sondern: diese BBC-Dokumentation, die der absolut wunderbare Stephen Fry gebastelt hat.

Hintergrund: Die Douglas-Adams-Fans unter euch haben vor 20 Jahren sicher sein Buch „Last Chance to see“ (deutsch: Die Letzten ihrer Art) gelesen…? Damals hatte sich Adams mit dem Zoologen und Umweltschützer Mark Carwardine auf die Suche nach aussterbenden Tierarten in der Welt gemacht, um über sie zu berichten. Sie fanden unter anderem das weiße Nashorn in Afrika, den Komodo-Waran auf Galapagos und das Aye-Aye (eine Lemuren-Art) auf Madagaskar. In Australien kommt noch der Kakapo hinzu, ein großer flugunfähiger Papageienvogel, der in Erdhöhlen brütet (Douglas‘ Favorit, im Buch ausführlich beschrieben).

Nun waren Douglas Adams und Mark Carwardine gute Freunde von Stephen Fry. So kam dieser auf die Idee, 20 Jahre später die gleiche Reise noch einmal zu machen (zusammen mit Mark) und zu schauen, wie es den untersuchten Tieren heute geht.

Herausgekommen sind dabei großartige Landschaftsaufnahmen und Einblicke in mir bis dahin nicht bekannte Tier-Universen, gepaart mit viel englischem Humor. Wie in seinen Büchern, nimmt sich Stephen auch in seinen Filmen gnadenlos selbst auf den Arm. Es gibt auch herrliche Szenen auf Neuseeland, wo justament Peter Jackson den Hobbit drehte – und wen wundert’s: auch er ist ein guter Bekannter von Stephen und war gern bereit, das seltene Tier vorzustellen, nach dem seine special effects-Firma heißt: das riesige Weta. Die Jungs besuchen auch Tierschutzorganisationen, die sich um die letzten Exemplare einiger bedrohter Tiertrassen kümmern, sie aufziehen und später auswildern. Da gibt es einige sehr emotionale Szenen, vor allem bei der Auswilderung einiger Nashörner.

Kurz: Das ist eine sehr, sehr spannende und informative Doku, in bester BBC-Qualität. Ich finde sie sehr empfehlenswert – und witzig ist sie auch. Große, dicke Kaufempfehlung! (Oder lasst sie euch schenken ; – ))

Papa und sein Handy

Der Prinzenpapa ist zu unserer Erleichterung wieder recht fit. Er langweilt sich furchtbar im Krankenhaus. Verständlich, aber ein gutes Zeichen. Wir waren ja zwei Tage früher als geplant aus dem Urlaub in der zweiten Heimat abgereist und landeten abends bei ihm im Krankenhaus, da war er noch müde, vermutlich auch vom Schrecken. Er konnte sich gut daran erinnern, hingefallen zu sein. Die Prinzentochter hatte ihn inzwischen schon besucht und ihm seine geliebten Sudokus gebracht.

Als wir ihn zwei Tage später wieder besuchten, war er viel munterer. Sie hatten ihm einen IV-Zugang mit Antibiotika gelegt, das hatte wohl den unbekannten Infekt in seinem Körper gekillt und ihm Kraft zurückgegeben. Jedenfalls hatte er schon auf dem Bettrand sitzen dürfen. Der Papa ist so einer, der immer irgendwas tun muss, er muss immer mit irgendetwas beschäftigt sein. Also spielte er ständig mit seinem Handy herum, das der Prinz ihm gegeben hatte, drückte aber versehentlich Gespräche weg oder merkte gar nicht, dass er gerade jemanden mit einem Tastendruck angerufen hatte. Nachdem der Prinz also zwei Anrufe von Papas Handy bekommen hatte, Papa aber nichts sagte, weil er das Handy längst irgendwo abgelegt hatte, hat sich der Prinz nun auf die Suche nach einem Seniorenhandy gemacht, so einem mit großen Tasten, auf die man Notfall-Rufnummern einprogrammieren kann. Unsere Nummer kommt da natürlich drauf und die der Vermieterin, so dass Papa, falls er noch einmal fallen sollte, gleich gezielt Hilfe rufen kann. Er hat sich sehr über das Handy gefreut – und wir sind sehr erleichtert, dass es ihm schon wieder soweit ganz gut geht. Wenn er demnächst dann wieder gelöste Sudokus vorzeigt, wissen wir: Papa is back: – ))

Woihnachde

Na, wie war euer Heiliger Abend?

Hier bei uns war es sehr gemütlich, kuschelig und erfreulich!

 

Der Prinz hat mir einen Herzenswunsch erfüllt, hier:

sonic2

Wer weiß, was das ist?   : – ))) (Hinweis: es hat mit der Zahl „Zehn“ zu tun *breit grins*

Zudem habe auch ich mir selbst einen Herzenswunsch erfüllt, nämlich hiermit. Der Prinz hat superlecker thailändisch gekocht ( mit viel cremiger Kokosmilch, OMNOMNOM ) und wir haben gute zwei Stunden mit dieser ungeheuer faszinierenden BBC-Doku über Sprache verbracht. Denn: 2014 war nicht nur ein mieses Jahr, in dem ich mich über eine kleine, lästige Nervensäge ärgern musste, sondern es hat mir eine neue große literarische Liebe beschert: Stephen Fry. Fry, Journalist, Linguist, TV-Moderator, Schriftsteller und vor allem: Brite! ; – )) schreibt so, dass mir die Worte fehlen, es zu beschreiben. Kurz: ich liebe ihn. *bfg* Habe in den letzten Wochen alle seine Bücher gelesen, und oh Lordy, wie sich das lohnt!

Übrigens: Wer Stephens Bücher lieber auf Deutsch lesen möchte, sollte darauf achten, dass die Übersetzung von Ulrike Blumenberg ist – die Frau ist ganz prima und fängt Frys schrägen, abgedrehten Stil großartig ein.

In dieser BBC-Doku geht Fry Fragen über das Phänomen „Sprache“ nach: Wie entsteht Sprache beim Menschen? Wie lernen wir sie? Wie hängen Sprache und Identität zusammen? Dabei untersucht er auch Sprachen bzw. Dialekte, die vom Aussterben bedroht sind: Das Basque (Baskisch), zum Beispiel (sehr gut zu verstehen – eine wunderschöne, harmonische Mischung aus Französisch und Spanisch) oder das Occitan (auch bekannt unter der Bezeichnung „ProvenÇal“).Zu meiner besonderen Freude wandert er auch einmal kurz durch England, Irland und Schottland und stellt die dortigen Dialekte vor. Das schauten wir bis in den späten Abend, mit Freixenet und Süßkram (gebacken vom Prinzensohn) Heute abend schaue ich allein weiter, im dritten Teil geht es um Sprach-Tabus und darum, wie man mit Sprache manipulieren und anderen Missbrauch treiben kann.

 

Bevor ich wieder nach oben verschwinde: Euch allen ein schönes Rest-Weihnachten und DANKE für eure liebevolle Begleitung durch dieses Jahr, das jetzt zum Glück zu Ende geht… Morgen früh fahren wir nach Oldenburg!

bootcamp, Woche: öööhhhmm, Tag: tjaaaa : – )

Die letzten Tage waren recht ereignisreich hier, Ihr Lieben – aber echt schön!

Am Samstag waren der Prinz und ich in Luxembourg. Ganz spontan und aus purer Lust, ohne große Planung, ganz wie wir es uns für die Zukunft vorgenommen haben. Wir wussten über die Stadt nur, dass sie sehr schön im Stadtkern sein soll, was vollkommen zutrifft. Positive Überraschung für mich: fast überall abgesenkte Bordsteine, so dass das Vorwärtskommen mit dem E-Rolli sehr einfach und bequem war. Der Außenbezirk – das Europaviertel – ist recht langweilig, mit Gläsernen  Hochhäusern und ähnlichen Augenkrebs-Hässlichkeiten. Aber die Innenstadt und die Fußgängerzone:  barfußgeh-einladend sauber, nette Bistros und Cafés, sehr ansprechendes Flair. Ich empfehle einen Besuch! Ich fragte mich zwischendrin, warum ich mich in der Schule fünf Jahre lang mit Französisch geplagt habe (und dann nur ‚ne Drei auf’mZeugnis!), denn verstanden habe ich das lëtzebuergesch gefärbte Französisch kaum. Der Hit war:  wir kamen am Mariendom vorbei, hörten, dass gerade ein Gottesdienst dran war und beschlossen zu bleiben. Was mich sehr beeindruckte: Der Pfarrer  (der uns sehr an unseren netten Dorfpfarrer erinnerte (der leider jetzt im Ruhestand ist), )wechselte in der Predigt locker zwischen Deutsch, Lëtzebuergesch und Französisch hin und her, und er war merkwürdig gut zu verstehen. Der Hammer war aber die japanische Reisegruppe, die gegen Ende hereinkam. Offenbar kamen sie gerade aus Venedig, denn der Reisegruppenleiter schwenkte eifrig eine venezianische Flagge, um seine Schäfchen zusammen zu halten : – ) Wir vermuteten, dass es sich wohl um eine der berüchtigten „Europa in fünf Tagen“-Reisen handelte.  Die Japaner marschierten, völlig unbeeindruckt vom Gottesdienst, durch die Kathedrale, starrten mit offenen Mündern auf uns, die wunderschönen Fenster, Statuen und Wandbilder Ich kam mir ein wenig wie ein Zootier vor – die Situation war aber  auch bizarr: vorne am Altar findet gerade die Wandlung statt und ringsum filmende und knipsende Touristen, die Frauen zum Teil mit tock-tock – Schuhen (was ich generell hasse). Am lustigsten war der alte weißhaarige Japaner, der eifrig mit seinem in hellblauer Schutzhülle eingepackten iPad die gotisch geschnitzten Beichtstühle filmte. : – )

Auf der Rückfahr terledigte ich noch ein Telefonat. Als wir wieder an der Klinik ankamen, war ich pappfertig  – völlig erschossen. Die Hitze machte mir zu schaffen, und wenn ich in einer Stadt für so viele fremde Menschen mitdenken muss, die einen Menschen im Rollstuhl einfach nicht wahrnehmen (wollen), das macht mich echt müde. Beim Aussteigen legte ich mein Eifon blöderweise auf das Autodach, in der Gewissheit, dass es durch seine coole  Silikonhülle vor dem Runterrutschen sicher sei. Der Prinz war ebenfalls müde.  Als er  sich auf den Heimweg machte, fiel mir erst später ein, wo ich mein Eifon zuletzt gesehen hatte. Nun, Simsen konnte ich ja nicht, ich mailte ihm also mein Problem. Es  stellte sich raus: Zu Hause angekommen, hatte der Prinz so ein Bauchgefühl, dass ich ohne Handy sei. Er suchte das Auto ab – natürlich ohne Ergebnis. Dann kam er auf die  geniale Idee, sich in meine iCloud einzuloggen(*)  und darüber das Handy zu orten.  Ergebnis: es lag an einem Waldstück unweit der Klinik, auf einer Landstraße und hatte noch 19 Prozent Ladung. Merke: Der Prinz war zu diesem Zeitpunkt bereits daheim, an seinem Schreibtisch. Und jetzt zeigt sich, was er für ein wundervoller Mann ist: er setzte sich ins Auto und fuhr die ganze Stunde nochmal zurück – und kam mit dem Auto genau einen halben Meter vor meinem Handy zu stehen! Er hatte es angerufen, um es nach Klang finden zu können… Nun, das arme kleine Ding konnte immerhin noch aufleuchten, denn es hat schwer Schaden genommen: Irgendwann war es wohl trotz Silikonhülle vom Dach gerutscht und mit einer Ecke auf der Straße aufgeprallt… Das Display ist übel zersplittert. Ich bin jetzt ersatzweise erst mal zu Nokia zurückgekehrt und erstaunt, wie total ich vergessen habe, wie man ein Nokia-Handy bedient. Vor allem das simsen ist so umständlich! Nun, der Prinz hat mich vom Galaxy überzeugt und mir bereits eines geordert.  bin gespannt! Wie sind eure Android-Erfahrungen?

Ansonsten ist hier alles oki-doki, das Laufen klappt immer besser und mir geht’s prima – abgesehen davon, dass ich etwas vermisse: lass mich raus/ lass mich rein/nein, doch raus/aber dann sofort wieder rein, klar?!/gib mir was zu essen/nein, nicht das, das kannst du selber essen/ du WEISST GENAU, dass ich Leber hasse!!!

Außerdem ist es sehr ungewohnt für mich, ohne das Pippikind am Bauch einzuschlafen, aber bald bin ich ja wieder da.

(*) Erklärung: seit dem Hallamati hat der Prinz sämtliche Vollmachten für alle meine Angelegenheiten sowie  die Passwörter für alle meine Online-Zugänge.Sehr praktisch

; – )

Frau Lakritze (finally) goes future

Natürlich werde ich mich nicht von dem wunderbarsten Handy trennen, das Nokia je hergestellt hat. Es wird die weitergeleiteten Anrufe aus der Praxis auffangen und mich daher weiterhin begleiten.

Das Eifon ist vom Prinzen – er hat ein neues Vierdingenskirchen, für das wir extra nach Zürich gefahren sind, und ich hab sein Dreidingenskirchen übernommen (das ich viel schöner finde, übrigens).

Die saucoole Handytasche gibt’s im Uli-Stein-Wunschladen, zu finden unter Accessoires. Die Qualität ist sehr gut, dicker Stoff und innen drin Puschelfell, der Druck ist sauber und scharf. Wer ein anderes Motiv als die in der Auswahl möchte, kann das per Mail bestellen.

(Die meisten Apps sind noch vom Prinzen drauf, die brauch ich nicht. Aber Simon’s Cat, Talking John und Gravity Clock sind cool.)

 

Ein Werbespot, der die Wahrheit sagt oder: mein Laptop im Freibad

Doch, so einen Werbespot gibt es. Ich habe ihn schon zwei- dreimal hier verlinkt, weil ich ihn so klasse finde:

I checked my notebook / Toshiba Computer

Als ich vor Jahren diesen Spot sah (Die witzigsten Werbespots der Welt, mit Fritz Egner!), war mir klar: wenn ich mal ein Laptop kaufe, wird es ein Toshiba.

Das habe ich auch gemacht, auch der Nachfolger ist wieder ein Tosh.

Jetzt hat sich gezeigt, dass der Spot die Wahrheit sagt. Nein, ich habe das Ding nicht eingecheckt, sondern:

Donnerstag nacht hatten wir hier ein schweres Unwetter. Der Prinz und ich waren bis 23.00 in der Praxis, um die Eröffnung vorzubereiten, Möbel räumen, Bilder anbringen usw.

Als wir losfuhren, begann es zu blitzen und keine fünf  Minuten später schwammen die Straßen. Ich habe sowas noch nie erlebt. Da wir getrennt gekommen waren, fuhren wir mit zwei Autos und ich war froh, die Rücklichter des Prinzenautos vor mir zu haben.

Der Regen kam waagerecht an die Scheiben geflogen, als hätten Feuerwehrleute ihre Schläuche auf uns gerichtet. Irgendwann standen wir in einer Wand aus Wasser, keine Sicht mehr. Wir blieben mitten auf der Landstraße einfach stehen, mit Notblinker. Es war unbeschreiblich.

Mehr als Schrittempo war nicht möglich und dann dämmerte mir: nachmittags war es heiß und sonnig gewesen und ich hatte mein Bürofenster weit offen gelassen. Shiiiiiiit.

Kurz vor der Kurve ins Dorf bremste der Prinz plötzlich vor mir, ich hörte einen lauten Plumps und sah eine dicke schwarze Leitung über seinem Auto liegen.

Stieg aus, watete duch knöchelhohes Wasser zu ihm und sah dann im Scheinwerferlicht: ein riesiger Ast war gerade vor dem Prinzenauto auf die Straße gestürzt und hatte eine Leitung* mitgerissen. Der Ast hatte einen Durchmesser von gut 40 Zentimetern, war etwa fünf Meter lang, lag quer und blockierte die komplette Straße.

Wir schafften es mit gemeinsamem Hauruck, den Ast zu drehen und an den Straßenrand zu bugsieren, der Prinz zog die Leitung rüber auf den Reiterhof, wo sie hingehörte, und wir schlichen nach Hause.

Im Büro war es schlimmer, als ich befürchtet hatte – wegen Zeitmangels durch die Praxiseröffnung hatte ich rund drei Wochen lang Ablage gesammelt, die war im Zimmer verstreut und klatschnass. Der Teppich triefte.

Das ganz Schlimme aber: mein Laptop schwamm. Es hatte offen auf dem Tisch gestanden, saß jetzt in einer riesigen Wasserpfütze auf dem Tisch und gab keinen Mucks mehr von sich. Die Tastatur stand unter Wasser.

Ich kippte es: Wasser lief in Bächen aus der Tastatur. Suuuper. Alptraum pur.

Aber beim besten Willen hatte ich weder Zeit noch Energie, mich damit aufzuhalten, weil am Samstag alles klappen musste (tat es auch, um das mal vorwegzunehmen, Bericht folgt). Der Prinz versicherte mir zudem, dass die Festplatte ziemlich unkaputtbar sei und er an die Daten rankäme.

Heute morgen nun nahm mein wunderbarer Webelf das Ding in die Hand und siehe da: mein Laptop fuhr hoch und war da, als wäre er nie im Freibad gewesen. Akku rausnehmen war wohl der Trick.

Ich bin begeistert. Und sauer auf Toshiba, weil die nicht mehr über den Einzelhandel verkaufen. Ich hätte für die Praxis auch gerne eins gehabt. Da ich aber hier bei einem kleinen PC-Spezialisten Kundin bin, bei dem man noch persönlich und individuell bedient und betreut wird, hab ich halt ein Terra genommen. Ist ja auch in Ordnung und es sieht zudem schick aus.

Trotzdem: ich hätte mit Handkuss wieder einen Tosh genommen. Seid ihr selbst schuld, ihr Doofen!

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* Es war deutlich sichtbar eine Telefonleitung, hatte ich vergessen zu erwähnen. Sonst hätten wir die nicht angefasst.