Für Renata

Du hattest mich auf Twitter gefragt, ob das besagte Möbelstück ein Sessel oder Sofa sei, und dir im Falle „Sofa“ ein Ganzfoto erbeten. Dieses hier ist das einzige Foto, auf dem das Teil einigermaßen ganz zu sehen ist:

drei

Die Seitenlehne läßt sich herunterklappen, dann ist es ein sehr bequemes Bett. (Nach der Handgelenks-OP habe ich hier auf ausdrücklichen Wunsch des Prinzen  eine Woche lang geschlafen, damit ich nachts, falls ich mal rausmüßte, die Treppe vermeiden könnte. Daher weiß ich: Das Sofa ergibt ein sehr bequemes Bett 😀 )

Das dicke Kissen nehme ich zum Anlehnen ins Kreuz oder zum Ablegen des linken Arms.

PS: Ist es ein Sofa? Meine Ergotherapeutin nennt es „Recamiere“…?

Liebste Grüße nach Zürich!!!!

Oster-Vorfreude

Vor kurzem eröffnete mir der Prinz, daß er plane, sich an meine Ermahnungen zu halten. Also: mehr Ruhe und stille Zeiten.
Der letzte Urlaub im Norden hat uns etwas abgeschreckt, der Sturz mit seinen Folgen war doch ein bißchen viel für uns. Wir hatten ja schon beschlossen, daß wir in diesem Jahr das Weihnachtsfest ganz bürgerlich zu Hause unterm Baum verbringen wollen, statt uns die Kälte da oben anzutun. Nun sagte der Prinz, er habe große Lust, an Ostern ebenfalls mal gar nichts zu tun, sondern einfach nur die Füße hochzulegen.  Den Gedanken finde ich ebenfalls recht verlockend, zumal ja immerhin die Möglichkeit besteht, daß das Wetter freundlich und warm werden könnte. Und wenn uns die Unternehmungslust doch packt – die Pfalz mit vielen attraktiven Ausflugszielen ist direkt nebenan, und wir sind schnell in Frankreich von hier aus (das würde uns halt fehlen, wenn wir in OL lebten… aber man kann nicht alles haben, dafür ist man da oben schnell in den Niederlanden, die wir ja auch sehr lieben.

Der Prinz jedenfalls hat sich jeweils die Woche vor und nach Ostern terminfrei geschaufelt, mit einiger Mühe. Yay. Der kleine Herr Sonntag wird das mindestens genau so sehr genießen wie ich, daß der Rudelchef dann den ganzen Tag zu Hause ist. Dann können wir einige kleinere Arbeiten im Hof erledigen, ich kann mit meinen Pflanzen rumpüttern, endlich die neue Holzbank streichen und die bisherige ältere Bank mit etwas Deko drauf vor das Tor stellen. (Das hatte ich schon einmal getan, aber damals hat jemand am hellichten Vormittag – Samstags! – einfach frech Pflanzen und Deko-Artikel von der Bank runtergeklaut, während wir einkaufen waren. Aber wir wissen schon, wie wir das diesmal verhindern werden 😀 Die andere alte Bank schenke ich Micia, die stelle ich unter das Toilettenfensterchen, weil Micia da so gerne hinausspringt, in den Hof hinunter. Das ist ziemlich hoch und ich mache mir Sorgen, weil sie nach solchen Aktionen oft berührungsempfindlich am Hüftgelenk ist. (Und sie ist ja schon acht, immerhin…) Jedenfalls werde ich, falls es wirklich warm werden sollte, im Hof rumkramen können und jede Menge Zeit im Garten- und Dekoteil bei OBI verbringen *YAY* Das ist genauso gut wie ein Urlaub, zwei Wochen in Ruhe mit dem Prinzen, nur wir beide (und die Katzen und der Hund). Faulenzen, Hörbücher hören, kuscheln, kochen…das wird richtig, richtig schön!!!!

Frisbi, Kuh, Knochen, Ball

Das sind die vier wichtigsten Vokabeln im Wortschatz des kleinen Herrn Sonntag, denn das sind seine liebsten Spielzeuge.

„Frisbi“ schreibe ich so, wie es für ihn wohl klingt, wenn wir sagen „ Wooo ist das Frisbi? – suuuch dein Frisbi!“ Dann springt er wie angestochen auf und holt den Gummilappen, damit einer von uns ihm das Ding wirft. Sachen suchen und apportieren, das macht er leidenschaftlich gern. Und gut. Er hat sehr schnell verstanden, daß ich Dinge, die er links von mir ablegt, nicht gut aufheben kann, sondern daß er mir die Sachen in die rechte Hand legen muß. Nur das bringt die Belohnung in der Form, daß ich den Gegenstand sofort wieder werfe. Außerdem ist er überhaupt nicht verfressen, er lernt also nicht über Leckerli, sondern über Lob. Ein begeistertes „Jaaa! Guuut gemacht!“, verbunden mit Streicheln und Schulterklopfen, freut ihn viel mehr als ein Hundekeks.

Er kennt alle seine vier Haupt-Spielzeuge, also Frisbi, Kuh, Knochen und Ball, genau beim Namen und kann sie  auf Anweisung gezielt holen, denn er weiß immer, wo er sie zuletzt hingelegt hat (bin neidisch). Okay, das mit der Kuh hat sich erledigt, aber der Knochen und der Ball und (seit Montag) das Frisbee machen ihn einfach glücklich.

So glücklich, in fact, daß wir die Worte „Ball“ und „Frisbee“ gar nicht mehr laut erwähnen, weil der Kleine dann die Gegenstände sofort holt, aufgeregt um uns herumhopst und bellt wie verrückt. Statt „Ball“ sagen wir „das runde blaurote Gummiding“, das Frisbee heißt „Das rote Flache“ 😀 Der Knochen ist so ein häßliches lila Quietscheding, das seine Vorbesitzerin uns mitgegeben hat. Das Wort „Knochen“ hat er schnell gelernt, der Kleine ist unglaublich klug und er lernt gern.

(Ich habe oft Bedenken, daß es für ihn zu ruhig bei uns ist – wäre ich gesund, ginge ich soo gern mit ihm zum Training in eine Agility-Gruppe oder sogar zur Rettungshundestaffel, das wäre eine geistige und körperliche Herausforderung, die ihm gefiele, da bin ich sicher. (Werde einfach mal im hiesigen Hundeverein fragen, ob ich auch mit der Bewegungseinschränkung beim Training mitmachen kann.)

Gestern abend hat ihm der Prinz das Frisbee vor seinen Augen versteckt – unter dem Sessel, im Papierkorb, im Bücherregal… er hat es jedes Mal mit Wonne hervorgeholt. Am lustigsten war es, als der Prinz das Hundebett anhob, das Frisbee darunterlegte und die Suche freigab. Mit größter Wonne schob der Kleine seinen Kopf unter das Hundebett, hob es mit einem eleganten Schwung an und zog triumphierend das Frisbee hervor – das müßten wir mal filmen und dem Kleinen einen eigenen Juhtjuhp-Kanal einrichten 😀

 

Frau Lakritze verkauft was

Nämlich diese Stiefel (Birkenstock footprints, Modell La Rochelle, Größe 40, einmal in Schwarz, einmal in Braun. Ich kann, trotz der Gehbehinderung, immer noch gut darin laufen, denn – typisch für Birkenstock – sie sind superbequem, aber der Grund für die Abgabe ist wohl offensichtlich: Die Schnürung (sieht klasse aus, ist aber einhändig nicht machbar, der Prinz muß sie mir zumachen). Ach ja: Die Absätze sind etwas abgelaufen. Näheres bei Interesse unter lakritzefrau ett web (ponkt) deh eh.

(Es gibt ja schöne Stiefels, die eine (falsche) Schnürung vorne drauf , aber hinten einen Reißverschluß haben, solche würde ich mir dann anschaffen.)

Zu spät – wir haben’s getan : – )

Das hier zum vorigen Beitrag… : – )))

miciabett

Micia hat sofort kapiert, dass das Bett für sie ist, und sie hat sich dolle gefreut und sie liebt es. Pippi ist ein bisschen neidisch, hat aber verstanden, dass für sie gerade eines in der Mache ist. Ich werde mich dann wohl mal darauf einstellen müssen, in Zukunft allein zu schlafen *seufz*

 

PS: Liebe IKEA-Fans: Der Gedanke „Och, am Samstag um 18.00 Uhr sind bestimmt nicht mehr viele Kinder bei IKEA“ ist ein IRRTUM. Böser, böser Irrtum. : – )

Frau Lakritze wird magnetisch

Was denn, sie wird jetzt anziehend?? werdet ihr euch fragen, meine Lieben, und: soo übel fände ich das gar nicht mal – ich habe in der letzten Zeit drei Mal den Film „Independence Day“ geschaut, den Roland-Emmerich-Knaller mit dem dreifachen „eye candy“-Bonus: – Will Smith, – Bill Pullman uuund: Jeff Goldblum. Ein bisschen Magnetismus bzw. Anziehungskraft wäre mir gerade bei Letzterem gar nicht unrecht, muss ich sagen ;))))) –

aaber: der Hintergrund ist ein Anderer: nämlich mein linker Arm, dessen Schultermuskulatur aufgrund der Lähmung nicht mehr zu hundert Prozent angesprochen wird und der sich – ein bekanntes Phänomen bei Schlaganfällen – deshalb langsam aushängt. Orthopäden nennen das „Luxation“ und es tut den betroffenen Patienten oft weh, vor allem im Schultergelenk und in den Schultermuskeln. Die Muskelgruppe, die den Oberarmknochen im Schultergelenk festhält, heißt „Rotatorenmanschette“. Und wenn nun der Oberarmknochen (= „Humerus“, Betonung auf der ersten Silbe) laaaangsam abrutscht, geraten diese Muskeln in Panik und schreien: „Ey, Scheisse, Leute! Der Humerus haut ab! Alle festhalten!“ Und das tun sie dann auch – mit einem unerfreulichen Nebeneffekt: sie sind nachher hart und verspannt => heftiges Schulter-Aua.

Nun wollte ich meinem Körper keinen weiteren Stress mit der Einnahme von Schmerzmitteln machen und habe nach Alternativen gesucht (Mein großartiger Physiotherapeut hilft mir da mit Shiatsu und Reiki, aber er ist nur zweimal die Woche da…und er drückt exakt auf die harten Muskelstellen und das tut echt scheissweh!))

Dann schlug mir meine Schwester Heike vor, es mal mit Magnetschmuck zu versuchen, das sei eine tolle Sache.  Und da ich ja brav bin und immer tue, was meine Schwester sagt (hihi), nahm ich mit dem Magnetschmuckexperten ihres Vertrauens Kontakt auf : Lothar Haustein, in unserer Heimatstadt Oberhausen. Der Mann kennt sich wirklich gut aus und ist rundum sympathisch. Er sagte ganz klar:“ Du wirst nicht mehr werden, wie du mal warst, das weißt, du, ja? Aber es kann gut sein, dass sich deine Schmerzen lindern, wenn du es mal für drei, vier Wochen mit den Magneten versuchst, denn die Magnete regen sehr stark die Durchblutung der Muskulatur an.“ Er hat mir ein Magnetherz und ein Armband leihweise geschickt , zum unverbindlichen Testen, was ich ganz großartig von ihm finde.  Das Herz habe ich sofort im T-Shirt befestigt, über dem schmerzenden Muskel. Das war an einem Samstag Nachmittag. das Shirt habe ich anbehalten, auch nachts, als Schlafanzug und – Überraschung: der folgende Montag war der erste völlig schmerzfreie Tag, seit ich mich erinnern konnte, also seit wirklich langer Zeit. es war sagenhaft: die harte Stelle im Muskel war wie ausradiert, der ganze Muskel war – und ist zu Zeit noch – butterweich und geschmeidig. Wunderbar!

Nun das Armband: ich trage es am betroffenen Arm, also links. Aufgrund der Lähmung hatte sich da schon eine kleinere Spastik gebildet, also die Finger hatten sich zur Faust gekrümmt, habt ihr sicher schon mal gesehen. Meine Therapeuten haben die Finger immer vorsichtig aufgebogen und massiert, damit sie wieder lernen, sich zu strecken. Bereits nach einer Nacht mit den Magnetarmband kriegte ich meinen Mund nicht mehr zu: Alle Finger weich und locker!!!! Toll! Davon abgesehen, sieht es auch noch sehr hübsch aus, finde ich, und passt gut zu mir und meinem Stil. Also, das wird nicht mein letzter Magnetschmuck sein, das weiß ich, dieser Schmuck wird fester Bestandteil unseres Haushaltes werden! Denn auch der Prinz hat tolle Erfahrungen gemacht: er bekommt jedes Jahr zu Beginn des Frühlings einen nervigen, juckenden Hautausschlag am inneren Handgelenk, der irgendwann kleine blutige Schürfwunden hinterlässt. Wir haben viel angestellt, um herauszufinden, worauf genau der Prinz da so allergisch reagiert, aber umsonst. Gestern sagte er zu mir: „Guck mal hier.“, und hielt mir sein Handgelenk hin. Sei ausschlagfreies Handgelenk, bitte sehr, mit einer babyweichen und reinen Haut. Er hatte drei Tage lang ein Magnetarmband getragen, das er sich selbständig gekauft hatte, sozusagen auf Verdacht. Das ist das Ergebnis – und nein, ich weiß nicht, wie das funktioniert. Wer heilt, hat recht, sagt man ja. Ist mir, offen gesagt, auch wurscht. Ich bin begeistert und empfinde den Magnetschmuck für mich als eine gewaltige Erleichterung, für die ich sehr dankbar bin. Und dir, lieber Lothar, bin ich ebenfalls sehr dankbar! Übrigens funktioniert das bei Tieren genauso gut, wie Rainer Sydow bestätigen kann, der seinem alten Hund „Rehlein“, der Hüftproblemehat, mit dem Schmuck sehr helfen konnte. (Rainer ist in Mannheim –  für Interessenten, die etwas südlicher wohnen ;)) Ich überlege gerade sogar ernsthaft, Magnetix-Beraterin/-Verkäuferin zu werden und denke: ja, das werde ich machen, ergänzt sich prima mit der Reiki-Praxis, die ich ja gerade wieder eröffne. 😉