Ein Bärchen für’s Bärchen

Am letzten Samstag, ihr Lieben, waren der Prinz und ich mal wieder beim Möbelschweden, weil ich eine kleine Ablage im Bad brauchte. Wir fuhren so, daß wir erst kurz vor Ladenschluß ankamen. Wie ich gehofft hatte, waren deswegen keine fangenspielenden Kinder mehr im Laden. Noch besser: Es waren gar keine Kinder da! Allerdings standen aber noch Sicherheitskräfte vor der Tür, die darauf achteten, daß nur Kunden mit Schutzmaske das Geschäft betraten. Einige Tage vorher hatte ich den Kindern meiner Ergotherapeutin eine Maske abgekauft (Sohnemann hatte die Geschäftsidee und faltet die Stoffstreifen so vor, daß sein Schwesterlein daraus Masken nähen kann…)

So sehr ich den Laden liebe – diesmal war es enttäuschend: Das Restaurant war geschlossen – also keine Mandeltorte für mich 🙁 Und unter der blöden Maske erstickte ich fast. Aber Le Bär sollte ja sein übliches Belohnungs-Stofftier für’s Alleinbleiben bekommen, also wühlten wir uns erstmal da hindurch. „Unser Hund hat ein Luxusproblem!“ lachte der Prinz sich halb kaputt. Denn: …“diese graue Katze hat er schon… den braunen Hund da auch… den Husky-Welpen auch…den Teddy auch… das Schwein auch… Zum Glück fanden wir noch einen Pandabären, den Le Bär noch nicht hat! Das Foto ist übrigens ein lieber Gruß an Schwesti, die Eulen liebt! Le Bär freute sich riesig über den Panda, den er erstmal zwei Tage lang mit sich herumschleppte und der schon „bärchengerecht“ durchgesabbert ist 😀

Hätte, hätte, Fahrradkette..

Am kommenden Mittwoch, my darlings, hätteten wir nach Woquard fahren tuteten  wollen, aber das wird ja leider nix.  Auch die geplante Fahrt nach Norderney mit Edda können wir in den Kamin schreiben, da die Landesregierungen die Inseln gesperrt haben. Das heißt aber auch, daß wir uns nicht mit unserem Freund J. treffen können, dem früheren Pfarrer des Bonner Münsters. J. ist seit einem guten Jahr im Ruhestand, verbringt aber seit Jahren seine Urlaube auf Juist. Er liebt die Insel und vertritt dort immer gerne den Inselpfarrer, wenn dieser mal im Urlaub ist. Der Ruhestand fällt J. sehr schwer (wir haben ihn zuletzt kurz vor Weihnachten gesehen, als er uns im Lüttje Huus besuchte. Da hatte der Prinz ihn in Norddeich von der Fähre abgeholt und wir konnten kaum glauben, daß er schon 70 ist!). Die Sonntage seien besonders schwer für ihn, wie er uns erzählte, da müsse er immer noch aufpassen, nicht in ein Loch zu fallen, weil ihm es ihm so fehle, den Sonntagsgottesdienst zu halten. Nun, wir hatten geplant, J. auf Juist zu besuchen, aber wegen der Insel-Sperre kann er ja jetzt auch nicht hin. So eine Scheiße.

Na, der Prinz und ich planen schon für Ostern (gezwungenermaßen hier): Omas Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen, nachmittags Omas Quarktorte.) Wie wird euer Osterfest aussehen?

Corona#tweetdestages

Zugegeben: Anfangs fand ich das alles noch eher amüsant. Inzwischen sind aber  auch wir hier vorsichtiger geworden. Wir waschen uns öfter als sonst die Hände – zum Beispiel, wenn wir Post aus dem Kasten holen. Wir trinken nicht mehr gemeinsam aus einer Mineralwasser-oder Bierflasche. Le Prince war vorgestern doch nochmal bei der Arbeit, weil da so viele Unterschriftsmappen lagen (Natürlich alle nur mit „dringenden“ Schriftstücken (*Augenrollgeräusch*). Le Bär fand das unzumutbar und machte Le moi die paar Stunden zur Nervenprobe, bis sein geliebtes Herrchen wieder da war. Le Prince bekam dann auch ein „extreme ausschnauzing“, wie wir das nennen, wenn Le Bär schimpft, dass er allein zu Hause bleiben mußte. Offiziell ist ab dem nächsten Mittwoch keinem Mitarbeiter mehr erlaubt, zur Arbeit zu kommen. Der Prinz hätte diese zwangsfreien Tage lieber im Sommer, wie er sagte, für Woquard, aber immerhin. Bis dahin ist hoffentlich alles wieder gut. Ich bin froh, daß er hier ist und nur zum Einkaufen rausgeht. Ich selbst war, glaube ich, seit gut zwei Wochen nicht mehr draußen, außer im Hof, am Briefkasten oder am Mineralwasserkasten. Physiotherapie ist bis zum 22. April ausgesetzt, Ergo bis nach Ostern. Zum Glück weiß ich, welche Übungen ich machen muß und ziehe sie auch durch (überwiegend, hehe). Gut, daß ich sehr gut allein sein kann und mich nie langweile.

Die ZEIT nennt die neuen Corona-Regeln ein Fest für Blockwarte 😀 😀

Vor einigen Wochen hat sich ein Jugendfreund bei mir gemeldet, der mit einer Französin verheiratet ist. Er macht sich große Sorgen. „Wir schauen ja jeden Abend auch die französischen Nachrichten“, schreibt er, „da sieht es ganz anders aus.Teilweise die pure Verzweiflung. Bitte gebt gut auf euch Acht.“

Und hier möchte ich mich seinem Appell anschließen: Bitte passt gut auf! Habt ihr euren Alltagsablauf geändert (freiwillig oder weil ihr mußtet), und wie? Habt ihr Angst?

Da Bloggen nicht ansteckend ist: fühlt euch gedrückt! <3 😀

 

Ibu-Hamster

Ja, sogar die gibt es offensichtlich, darlings. Überwiegend habe ich die Arthrose im rechten Daumengelenk gut im Griff, mit gezielter Bewegung und „Vergraben“des Daumens in einem heißen Körnerkissen beim Filmeschauen sowie dieser tollen Daumenschiene.  An kalten und nassen Tagen wie gestern allerdings sind die Schmerzen schon so, daß ich zu Schmerzmitteln greife, obwohl ich versuche, das zu vermeiden und lieber mit Reiki oder Prana drangehe. Gestern waren die Ibus alle und ich bat den Prinzen, Nachschub mitzubringen. Ergebnis: es gab einen 20er-Pack für rund sechs Euro. Mehr geben sie pro Person nicht heraus. Allen Ernstes. Für diesen Preis gab es bisher 60er-Packs!

Im Ernst, Leute:  spinnt ihr?! Ibuprofen gegen das Coronavirus? Na, wenn sonst alles soweit frisch ist im Hirn… Zum Glück habe ich bei bei Beschwerden jeglicher Art immer Alternativen wie Wärme, Kräutertees, Ruhe (bei mir wirken die jedenfalls). Zuviel Ibu ist eh schlecht für den Blutdruck und Gift für Leber und Nieren. Wir machen es uns im Haus gemütlich, kuscheln, gucken Dokus bei GEO und Terra X und gehen nur raus, damit das Bärchen seinen Auslauf hat.

Bleibt mir gesund, ihr Lieben!

Telefonate

mit der Friesen-family geführt, daß wir an Ostern nicht kommen können. „Das weiß ich schon“, sagte Herta, „es stand in der Zeitung.“ Auch Edda und Tinus dachten sich schon, daß wir uns an diesem Ostern nicht sehen. Wir sind alle fünf enttäuscht. Ich bin vor allem sauer, weil ich mich auf einen Trip nach Norderney gefreut hatte. Edda wollte mit uns da rüber, sie hat auf der Insel einige Jahre lang gelebt und kennt jeden Schritt und jeden Stein dort. „Für die Leute mit Wohnmobilen und Wohnwagen ist das schlimm jetzt“, sagte sie, „die müssen ja alle zurück nach Hause!“ Der Prinz und ich werden uns dann eben hier in Worms ein paar schöne Tage machen, lecker kochen (Omas Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, das bekommt der Prinz inzwischen ebenso super hin wie ihre Hühnersuppe),Terra X und GEO schauen und, soweit möglich, lange Ausflüge für das Bärchen (Hunde-Gassigänge sind ja -noch- erlaubt). Wie sehen eure Pläne aus? Müßt ihr etwas ändern?

Es könnte sein…

Per WhatsApp von heute morgen, von Freundin und Lieblingsnachbarin Wiltrud:

Einen Text, der durchaus zum Nachdenken anregt, möchten wir gerne mit euch teilen. Er lautet „ES KÖNNTE SEIN“, demnach teilen wir diesen völlig wertfrei mit euch.

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🚢 Es könnte sein, dass in den Häfen die Schiffe für die nächste Zeit brach liegen, … es kann aber auch sein, dass sich Delfine und andere Meerestiere endlich ihren natürlichen Lebensraum zurückzuholen dürfen. Delfine werden in Italiens Häfen gesichtet, die Fische schwimmen wieder in Venedigs Kanälen! 🐬🐠🐚🌱🌊

🏡 Es könnte sein, dass sich Menschen in ihren Häusern und Wohnungen eingesperrt fühlen,
… es kann aber auch sein, dass sie endlich wieder miteinander singen, sich gegenseitig helfen und seit langem wieder ein Gemeinschaftsgefühl erleben. Menschen singen miteinander! Das berührt uns zutiefst! 🎤🎧🎼

✈ Es könnte sein, dass die Einschränkung des Flugverkehrs für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt,… es kann aber auch sein, dass die Erde aufatmet, der Himmel an Farbenkraft gewinnt und Kinder in China zum ersten Mal in ihrem Leben den blauen Himmel erblicken. Seht euch heute selbst den Himmel an, wie ruhig und blau er geworden ist! 🌈☀

👦👶 Es könnte sein, dass die Schließung von Kindergärten und Schulen für viele Eltern eine immense Herausforderung bedeutet,…es kann aber auch sein, dass viele Kinder seit langem die Chance bekommen, endlich selbst kreativ zu werden, selbstbestimmter zu handeln und langsamer zu machen. Und auch Eltern ihre Kinder auf einer neuen Ebene kennenlernen dürfen. 💖

💰Es könnte sein, dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet,… es kann aber auch sein, dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist. Wir sind zu Marionetten der Wirtschaft geworden. Es wurde Zeit zu spüren, wie wenig wir eigentlich tatsächlich brauchen. 😌

🤯 Es könnte sein, dass uns das auf irgendeine Art und Weise überfordert, … es kann aber auch sein, dass wir spüren, dass in dieser Krise die Chance für einen längst überfälligen Wandel liegt,
✔ der die Erde aufatmen lässt,
✔ die Kinder mit längst vergessenen Werten in Kontakt bringt,
✔ unsere Gesellschaft enorm entschleunigt,
✔ die Geburtsstunde für eine neue Form des Miteinanders sein kann,
✔ und uns zeigt, wie schnell die Erde bereit ist, ihre Regeneration einzuläuten, wenn wir Menschen Rücksicht auf sie nehmen und sie wieder atmen lassen. ♻🌍

ES KÖNNTE SEIN, dass uns diese Zeit wachrüttelt. Denn es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft der nächsten Generationen! 🌍☀🌊🌱💚♻

Osterfrust!

Vorhin war ein Brief von der Gemeindeverwaltung Krummhörn im  Kasten, meine Lieben: Nicht nur haben die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Zugang zu den Inseln gesperrt, sondern der Landkreis Aurich hat auch bis zum 18. April die Nutzung von Zweit-bzw. Ferienwohnungen verboten. Seit gestern bereits müssen alle entsprechenden Wohnungen geräumt sein. Uns lüttje Huus gilt dort als Zweitwohnsitz, da das Huus uns zwar gehört, wir aber hier in Worms gemeldet sind und nicht dort. Also ist damit unser Osterurlaub erledigt. Der Prinz sagt, er habe damit gerechnet, aber ich habe das nicht, und es trifft mich sehr hart. Wir hatten vom 8. bis zum 14. April hinfahren wollen, und das fällt mitten in die Sperrzeit. Jetzt muß ich erstmal unsere Friesen-family informieren, also Herta, Edda und Tinus. So eine verfickte Dreckscheiße. 🙁

Tja.

Ist jetzt die Hysterie auch bei mir angekommen? Das frage ich mich gerade. Denn da rief vor zwei Stunden ein junger Mann an, der es sehr eilig hatte, einen Reiki-Kurs zu buchen, am liebsten schon morgen. Da habe ich aber schon zwei Kurse voll, und mehr packe ich an einem Tag nicht. So fragte ich ihn, wie es nächste Woche bei ihm aussehe. „Ach, ich bin flexibel“, sagte er fröhlich, “ Ich wohne ja in Worms und kann schnell bei Ihnen sein. Ich bin Busfahrer.“ Da horchte ich auf, denn im Hinterkopf ging eine Alarmklingel los. „Oha, dann sind Sie ja ganz schön Corona-gefährdet“, sagte ich. „Nein, ich habe kein Corona“, lachte er. Nein, beim Arzt sei er nicht gewesen, gab er auf Nachfrage zu. Also bat ich ihn um Verständnis, daß ich seinen Kurs lieber um einige Tage verschieben wolle, bis die Lage etwas klarer sei. War kein Problem für ihn. Wir bleiben in Kontakt.

Dann klingelte ich mal nebenan, bei E. und M. Die beiden sind die (nicht ganz) neuen Nachbarn, die das Grundstück gekauft hatten, auf dem das schnuckelige Backsteinhäuschen der alten Dame gestanden hatte, von dem ich eine Weile erzählt hatte. Das Grundstück ist schmal und zieht sich weit bis zur Parallelstraße nach hinten raus. Wie der Prinz damals schon geschätzt hatte, passen drei Häuser auf das Grundstück, die jetzt auch da stehen und inzwischen alle bezogen sind. Ganz vorn, neben uns, wohnen E. und M. mit ihrer kleinen Tochter. Wir verstehen uns gut mit den dreien und sind dankbar, daß wir so nette neue Nachbarn haben. (Wir haben gelernt, vorsichtig zu sein.) Ich fragte also vorhin mal bei E. an, ob sie Hilfe , zum Beispiel beim Einkaufen, bräuchten. E.dankte und verneinte, da sie nur noch einmal in der Woche das Nötigste einkaufe. Der Kindergarten ist geschlossen, und die Kleine langweilt sich unendlich. Deswegen ist E. froh, daß sie im Homeoffice arbeiten kann. Sie mache sich aber Gedanken um Vroni, sagte sie. „Ich rufe Vroni nachher an“, sagte ich, „aber eigentlich ist sie total robust und immer fit wie ein Turnschuh.“ Das fand E. zwar auch, aber Sorgen machte sie sich dennoch. Wir tauschten für den Notfall Telefonnummern aus und ich ging zurück zu meinem schimpfenden Hund 😀  Ein Anruf bei Vroni ergab: Ihre Kinder und Schwiegerkinder sind ebenfalls ins Homeoffice verbannt und daher immer für sie erreichbar. Sie ermahnte mich allerdings wie immer, mich sofort bei ihr zu melden, wenn ich etwas bräuchte. Vroni ist ein Goldstück und ein Segen für die Nachbarschaft. Im Moment überlege ich noch, was ich mit meinen Kursteilnehmern morgen mache…verschieben? Die haben sich so drauf gefreut. Hm,  ich rufe sie einfach mal an.

Nachsatz: habe kurz entschlossen beide verschoben.

 

re: Hamster hamstern

Kam soeben über WhatsApp rein:

Hamsterkäufe

USA: Medikamente und Waffen

Italien: Zigaretten und Grappa

Frankreich: Kondome und Rotwein

Holland: Haschisch und Käse

Schottland: Whisky

Deutschland: Klopapier und Mehl

Ich bin im falschen Land!!

 

Ergotherapie fällt morgen aus – beide Kinder der Therapeutin  tanzen als Hobby und sind gefährdet, zudem ist eine der Schulen der Kinder Gefahrenzone. Frau E. pausiert jetzt mal zwei Wochen.

Auch via WhatsApp:

quarantini