Es gibt mal wieder Neues…

bei Lakritzens:


Ende August ziehen wir um. Nein, leider noch nicht nach Woquard – wir bleiben hier im Dorf und ziehen nur einige Sträßchen weiter. (Ja, genau – das ist mit ein Grund für unsere Aufräumaktion, und wir sind froh, daß Jürgen uns mit seiner Andeutung den nötigen Anschubs dazu gegeben hat!) Warum ziehen wir hier aus? Die ältere Tochter unserer Vermieter hat im letzten Sommer ein Kind bekommen und geheiratet. Bisher teilen sich beide Töchter mit ihren jeweiligen Lebensmenschen den Bungalow, der neben unserem Häuschen steht und der ebenfalls der Familie gehört. Bei einem weiteren Baby könnte es eng werden im Haus, und für diesen Fall hat die jüngere Tochter schon Interesse angemeldet, in das Häuschen zu ziehen, in dem wir derzeit wohnen. Aber ein weiteres Kind sei nicht geplant, versicherte uns Jürgen, also kein Grund zur Sorge. Nun, wir waren lieber vorsichtig und begannen, für alle Fälle mal zu suchen. Das erwies sich als schwierig: Das Haus sollte möglichst ebenerdig und der Vermieter mit Haustieren einverstanden sein. HAHAHAHAHA!!! Entweder hatten die Häuser steile Treppen oder es stand fett dabei: „Haustiere nicht erwünscht“. Oder die Miete war so astronomisch hoch, daß wir gleich aufgaben. Dann hatte der Prinz die Idee, unsere Bekannten im CDU-Ortsverband darum zu bitten, daß die Leute sich umhören und uns Bescheid geben möchten, sobald sie von einem passenden Haus zur Miete hörten. Das klappte: Bei einem Hoffest einer unserer Winzer machte uns jemand mit Gudrun bekannt, die tatsächlich ein Haus hier im Dorf hat, das sie gern vermieten möchte. Wir verabredeten uns mit ihr zu einer Besichtigung. Das Haus gefällt uns sehr! Es liegt in einer Straße, die ruhiger ist als die, in der wir derzeit wohnen. Zudem ist es gedämmt, ich werde also im Winter nicht mehr mit drei Lagen Kleidung am PC sitzen müssen. Gudrun hat hintendran einen kleinen Garten und kein Problem damit, daß unsere Katzendamen da herum marschieren werden. Und sie hat mir von sich aus angeboten, einen Treppenlift einbauen zu lassen! (Als ich Jürgen darum bat, weil die Treppe mir zu steil/gefährlich ist, kollabierte er beinahe 😀 ) Der Hof ist viel kleiner als unser jetziger, aber das stört uns nicht. Bei schönem Wetter draußen essen wird immer möglich sein. Gudrun läßt ihre Küche drin, das freut uns sehr, denn sie paßt gut zu uns. Es gibt eine Eßecke, die ähnlich wie im Lüttje Huus ist, mit schönem Ausblick. Die Eßecke liegt – ohne Türen – zwischen Küche und Wohnzimmer, wie im Lüttje Huus. Wir haben in den letzten Tagen hier schon unendlich viel geräumt und aussortiert, vor allem Bücher (die schicken wir an Momox). Ende August wird es soweit sein. Brudi und seine Frau werden kommen und helfen, ebenso haben Gudrun und ihr Lebensgefährte uns Hilfe versprochen. Ach, das wird wunderbar – für alle! Gudrun hat nun sichere (und ruhige) Mieter für die nächsten Jahre, bis der Prinz in den Ruhestand geht und wir nach Woquard ziehen können. Und wir haben bis dahin eine sichere Unterkunft und eine großzügige Vermieterin. Bis Ende August will der Prinz schon stückchenweise Kisten und Zeugs ins neue Haus bringen, so daß am Umzugstag wirklich nur noch Möbel rübergeschafft werden müssen. Was mir allerdings fehlen wird, ist der große Nadelbaum nebenan, der vor dem Bungalow steht und dem ich jeden Abend vor dem Schlafengehen „Gute Nacht“ sage. Dort habe ich beim Einschlafen nicht mehr den Himmel im Blick, sondern die Wand des Nachbarhauses. Das ist schade. ABER dafür sind alle Nachbarn nett! Wiltrud und Vroni werden mir fehlen,aber wir bleiben ja im Dorf!
Seit dem letzten Samstag wissen unsere Vermieter Bescheid. Der Prinz hatte ein altes Regal mit Stichsäge und Hammer zerlegt. Der Lärm hatte Jürgen in den Hof gelockt. Er wunderte sich, was da alles an Kartons, Kisten und Kram herumstand. Wir weihten ihn also in unsere Pläne ein, und da die Fristen alle mit unserem Mietvertrag übereinstimmen, war es für ihn ok. Sicher, in den 15 Jahren, die wir jetzt hier wohnen, hat sich eine sehr herzliche Beziehung zwischen uns entwickelt und wir werden ganz bestimmt in Kontakt bleiben – ist ja nicht weit, nur ein paar Sträßchen 😉
Aber:der Prinz und ich wären froh, hätten wir den Umzug schon hinter uns! Für Reiki ist dort gut Platz, ich freue mich schon!

Eine kleine Vorfreude

haben der Prinz und ich gerade, my dearies: wir freuen uns nämlich auf das überraschte Gesicht unsres Vermieters Jürgen, wenn er den ehemaligen Pferdestall und die frühere Waschküche sieht: leer und sauber! Ein bißchen Zeit brauchen wir aber noch, wir sind gerade noch mittendrin im Ausräumen und -misten. Wir sind schmuddelig vom vielen Staub, aber auch unendlich fasziniert davon, was da alles auftaucht aus den Untiefen alter Kartons und Kisten! Einiges konnten wir nur noch in der Mülltonne entsorgen, leider – aber die Räume sind eben feucht, und das hält nicht jeder Gegenstand durch. Der Prinz ist jetzt gerade zum vierten Mal unterwegs zum Wertstoffhof. Gestern hat er etliche Fahrten zum CarLa ( = Caritas-Laden) gemacht, mit Kleidung, die noch gut in Schuß ist, sowie etlichen Haushaltsgegenständen. Zu meiner Freude kam auch meine lang vermißte Schnorchel-Ausrüstung zum Vorschein – Schnorchel, Brille und Flossen. Aber ich habe mich dann doch (etwas wehmütig) entschieden, sie der Caritas zu geben, denn:
-Wir haben sie bereits 2004 auf Mallorca gekauft und ich hatte seitdem keine Gelegenheit mehr, sie zu nutzen,
-ich muß erstmal wieder schwimmen lernen, um sie nutzen zu können (zumindest Arm und Bein links wieder frei bewegen können),
– sobald ich wieder fit bin, wollen wir sowieso Tauchen lernen,
-ich habe die Schnorchel-Ausrüstung seit 16 Jahren nicht mehr genutzt und das hat mir nicht geschadet. Also, kurz entschlossen: sie soll jemand anderem Freude machen. Ich kann mir jederzeit wieder eine anschaffen.

Dann erscheinen in der früheren Waschküche plötzlich Sedimentgesteine aus meiner Praxis im Schloß: Die Tische und Stühle aus dem Schulungsraum und Wartebereich, ein Mini-Messestand, den man zerlegen und in einem Trolley transportieren kann (Ich hatte ihn für Gesundheits- und Infotage genutzt), ein Sandwich-Werbeständer, ein Werbe-Rollbanner und zu meiner Überraschung noch viele Werbeflyer. Die Flyer und das Rollbanner sind ja adreßtechnisch nicht mehr aktuell und müssen wohl in die Tonne, aber den sandwich-Werbeständer und den Messestand kann ich mühelos umwidmen auf meine neue online-Heilpraktikerschule, prima! Die Teeküche hatte ich damals gleich verkauft; die hatte jemand aus Worms für die Angestellten seiner Firma genommen. Ach… gerahmte Greenpeace-Plakate aus den 80er Jahren, die Schallplattensammlung des Prinzenpapas, Schuhe und Taschen des Prinzen, der in dieser Hinsicht eigentlich ein Mädchen ist 😀 – unfaßbar, was da alles lagerte! Aber das Aufräumen tut echt gut, auch energetisch! Platz machen für Neues, für neue Energien! UND über das Verschenken vieler Dinge an die Caritas machen wir indirekt auch andern Menschen noch Freude mit den Sachen. (Ganz abgesehen davon, daß unser Vermieter sich bestimmt dolle freuen wird, denn er hat ja kürzlich mal ganz nett erwähnt, daß ihm in den Räumen zuviel Krams herumsteht.) So, der Prinz ist von der Caritas zurück, weiter geht’s!

Test-Beitrag für Abonnenten

So, liebe Abonnenten meines Blogs, hier ist der Test-Beitrag, wie ich ihn in meinr Mail an euch angekündigt hatte. Ich hoffe sehr, daß ihr auch, wie gewohnt, eine Info-Mail erhalten habt mit der Nachricht, daß in meinem großartigen Lakritzeblog ein neuer umwerfender Beitrag erschienen ist 😉 Könntet ihr mir bitte kurz als Kommentar mitteilen, ob die Benachrichtigung nun wieder klappt? (Der Prinz hat echt lange daran gearbeitet.) Dankeschön!

Hätte, hätte, Fahrradkette..

Am kommenden Mittwoch, my darlings, hätteten wir nach Woquard fahren tuteten  wollen, aber das wird ja leider nix.  Auch die geplante Fahrt nach Norderney mit Edda können wir in den Kamin schreiben, da die Landesregierungen die Inseln gesperrt haben. Das heißt aber auch, daß wir uns nicht mit unserem Freund J. treffen können, dem früheren Pfarrer des Bonner Münsters. J. ist seit einem guten Jahr im Ruhestand, verbringt aber seit Jahren seine Urlaube auf Juist. Er liebt die Insel und vertritt dort immer gerne den Inselpfarrer, wenn dieser mal im Urlaub ist. Der Ruhestand fällt J. sehr schwer (wir haben ihn zuletzt kurz vor Weihnachten gesehen, als er uns im Lüttje Huus besuchte. Da hatte der Prinz ihn in Norddeich von der Fähre abgeholt und wir konnten kaum glauben, daß er schon 70 ist!). Die Sonntage seien besonders schwer für ihn, wie er uns erzählte, da müsse er immer noch aufpassen, nicht in ein Loch zu fallen, weil ihm es ihm so fehle, den Sonntagsgottesdienst zu halten. Nun, wir hatten geplant, J. auf Juist zu besuchen, aber wegen der Insel-Sperre kann er ja jetzt auch nicht hin. So eine Scheiße.

Na, der Prinz und ich planen schon für Ostern (gezwungenermaßen hier): Omas Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen, nachmittags Omas Quarktorte.) Wie wird euer Osterfest aussehen?

Corona#tweetdestages

Zugegeben: Anfangs fand ich das alles noch eher amüsant. Inzwischen sind aber  auch wir hier vorsichtiger geworden. Wir waschen uns öfter als sonst die Hände – zum Beispiel, wenn wir Post aus dem Kasten holen. Wir trinken nicht mehr gemeinsam aus einer Mineralwasser-oder Bierflasche. Le Prince war vorgestern doch nochmal bei der Arbeit, weil da so viele Unterschriftsmappen lagen (Natürlich alle nur mit „dringenden“ Schriftstücken (*Augenrollgeräusch*). Le Bär fand das unzumutbar und machte Le moi die paar Stunden zur Nervenprobe, bis sein geliebtes Herrchen wieder da war. Le Prince bekam dann auch ein „extreme ausschnauzing“, wie wir das nennen, wenn Le Bär schimpft, dass er allein zu Hause bleiben mußte. Offiziell ist ab dem nächsten Mittwoch keinem Mitarbeiter mehr erlaubt, zur Arbeit zu kommen. Der Prinz hätte diese zwangsfreien Tage lieber im Sommer, wie er sagte, für Woquard, aber immerhin. Bis dahin ist hoffentlich alles wieder gut. Ich bin froh, daß er hier ist und nur zum Einkaufen rausgeht. Ich selbst war, glaube ich, seit gut zwei Wochen nicht mehr draußen, außer im Hof, am Briefkasten oder am Mineralwasserkasten. Physiotherapie ist bis zum 22. April ausgesetzt, Ergo bis nach Ostern. Zum Glück weiß ich, welche Übungen ich machen muß und ziehe sie auch durch (überwiegend, hehe). Gut, daß ich sehr gut allein sein kann und mich nie langweile.

Die ZEIT nennt die neuen Corona-Regeln ein Fest für Blockwarte 😀 😀

Vor einigen Wochen hat sich ein Jugendfreund bei mir gemeldet, der mit einer Französin verheiratet ist. Er macht sich große Sorgen. „Wir schauen ja jeden Abend auch die französischen Nachrichten“, schreibt er, „da sieht es ganz anders aus.Teilweise die pure Verzweiflung. Bitte gebt gut auf euch Acht.“

Und hier möchte ich mich seinem Appell anschließen: Bitte passt gut auf! Habt ihr euren Alltagsablauf geändert (freiwillig oder weil ihr mußtet), und wie? Habt ihr Angst?

Da Bloggen nicht ansteckend ist: fühlt euch gedrückt! <3 😀

 

Oma#tweetdestages

 

Vorgestern langes Telefonat mit Schwesti gehabt.Beide haben wir das Gefühl, daß Oma in der letzten Zeit sehr präsent ist. Wir denken an sie, wollen sie spontan anrufen, zitieren ihre Aussprüche… und können nicht glauben, daß sie schon seit zwölf Jahren tot ist. Für uns ist sie gefühlt immer noch da, mitten in unseren Leben. Ostern wird es hier bei uns wieder ihren berühmten Sauerbraten geben, mit Rotkohl und Kartoffelklößen (der Prinz hat extra für den Braten einen „slow cooker“ gekauft.) Schwesti macht öfter Omas herrliche Quarktorte. Das Rezept habe ich, und mal sehen, vielleicht mache ich mich Ostern mit Hilfe desPrinzen mal daran ( er nannte sie ebenfalls „Oma“…)

Herr Lakritz ist steinreich.

Jawohl, meine Lieben, ich bin nicht nur zum Mann mutiert, sondern auch vielfacher Millionär. Das schließe ich zumindest aus einigen spam-Mails, die sich in den letzten Wochen bei mir anhäufen (und die ihr sicher auch kennt!). Da sind einmal die Mails,die mich darüber informieren, daß mein Name bei der XY-Lotterie gezogen wurde und ich nun 8.798.341 Euronen anfordern soll. Dazu soll ich lediglich Namen, Adresse, Geburtsdatum, Nummer meines Reisepasses und meine Bankverbindung mailen. Ist ja auch kein Ding, oder?

Alternativ ist der Absender der Mail sterbenskrank und möchte sein Vermögen an einige besondere Menschen hinterlassen (oft „im Namen Gottes“). Und zu diesen „besonderen Menschen“ gehöre auch ich – stellt euch das vor! 😉 Ist das nicht lieb?! *sniiieef*  Kontaktaufnahme: siehe oben.

Klar gehören diese Mails sofort in den virtuellen Müll. Aber ich mache mir dennoch öfter den Spaß, zu antworten. Meine Mailadresse hat das übliche Schema „[Nachname]@mailprovider.de, als Absender erscheint aber „N.[Nachname]“. Je nachdem, ob die Mail auf Englisch oder Deutsch (oft mit BING übersetzt, KOTZ) verfaßt ist, antworte ich in der gleichen Sprache. Mein üblicher Text:

„Hallo [Name],

das trifft sich gut, das Geld kann ich gut gebrauchen! Ich bin von (Datum) bis (Datum) geschäftlich in Nigeria, dann können wir uns treffen und alles persönlich besprechen. Gib mir deine mobile number, dann rufe ich dich an, sobald ich in Lagos gelandet bin.

Und da der Empfänger als Absender nur „N.[Nachname]“ sehen kann,

beende ich meinen Text mit einem fröhlichen „cheers, Nicholas“.

Seltsam, eine Antwort bekomme ich nie… hmmmm… 😀 😀 😀

Ja, und daß ich ein Mann bin, schließe ich aus den immer häufiger werdenden Mails, die mir „was hartes“ versprechen. Unter grausamster Rechtschreibung und Grammatik versucht  jemand, mich zum Kauf von Potenzmitteln zu verleiten. Was für ein Glück, daß ich keine Erektionsprobleme habe! Das wäre ja auch für meine Geliebte schade. Oder?! 😀

Was amüsiert euch so, wenn ihr in euer Mailpostfach schaut?

 

 

Ibu-Hamster

Ja, sogar die gibt es offensichtlich, darlings. Überwiegend habe ich die Arthrose im rechten Daumengelenk gut im Griff, mit gezielter Bewegung und „Vergraben“des Daumens in einem heißen Körnerkissen beim Filmeschauen sowie dieser tollen Daumenschiene.  An kalten und nassen Tagen wie gestern allerdings sind die Schmerzen schon so, daß ich zu Schmerzmitteln greife, obwohl ich versuche, das zu vermeiden und lieber mit Reiki oder Prana drangehe. Gestern waren die Ibus alle und ich bat den Prinzen, Nachschub mitzubringen. Ergebnis: es gab einen 20er-Pack für rund sechs Euro. Mehr geben sie pro Person nicht heraus. Allen Ernstes. Für diesen Preis gab es bisher 60er-Packs!

Im Ernst, Leute:  spinnt ihr?! Ibuprofen gegen das Coronavirus? Na, wenn sonst alles soweit frisch ist im Hirn… Zum Glück habe ich bei bei Beschwerden jeglicher Art immer Alternativen wie Wärme, Kräutertees, Ruhe (bei mir wirken die jedenfalls). Zuviel Ibu ist eh schlecht für den Blutdruck und Gift für Leber und Nieren. Wir machen es uns im Haus gemütlich, kuscheln, gucken Dokus bei GEO und Terra X und gehen nur raus, damit das Bärchen seinen Auslauf hat.

Bleibt mir gesund, ihr Lieben!