re: Hamster hamstern

Kam soeben über WhatsApp rein:

Hamsterkäufe

USA: Medikamente und Waffen

Italien: Zigaretten und Grappa

Frankreich: Kondome und Rotwein

Holland: Haschisch und Käse

Schottland: Whisky

Deutschland: Klopapier und Mehl

Ich bin im falschen Land!!

 

Ergotherapie fällt morgen aus – beide Kinder der Therapeutin  tanzen als Hobby und sind gefährdet, zudem ist eine der Schulen der Kinder Gefahrenzone. Frau E. pausiert jetzt mal zwei Wochen.

Auch via WhatsApp:

quarantini

Versauter Urlaub

Die Filmfreundin und ihr Liebster sind in Berlin. Sie hatte kürzlich Geburtstag, die Berlinreise war sein Geschenk für sie. Eigentlich war ein Musical-Besuch geplant, denn sie liebt Musicals. Aber: Absage des Musicals  wegen Corona. Ich fragte vorhin per WhatsApp, ob sie schon den Bundestag besichtigt hätten. Antwort: „Da darf niemand mehr rein. Wir wollten in zwei Cafés und die schließen alle um 16 Uhr. Pubs und Kneipen sind seit gestern Abend dicht. Nur Restaurants dürfen öffnen, mit Sicherheitsabstand von 1,5 m. Ab Samstag waren alle Museen zu.“ So ein Schiet! Die beiden tun mir leid. Da ist man mal in einer Stadt, die kulturell echt etwas zu bieten hat (im Gegensatz zu Worms) – und dann das. WARUM DAS ORANGE DING NEGATIV GETESTET IST, HAB ICH GEFRAGT!

So langsam spinnt ihr doch…

Soeben ist der Prinz vom Wochenend-Einkauf zurück. Wir kaufen aus Prinzip keine Hamster, weil wir das übertrieben und hysterisch finden. Aber der Prinz hat sich aus Neugier den Spaß gemacht und in verschiedenen Läden nach Klopapier geschaut: Kaufland, Rewe, Netto, Aldi, Rossmann. Überall: Klopapier ausverkauft. Ehrlich, ich scherze nicht! Sachtma, Leute – Wenn in der Presse steht, Infizierte erkenne man an grünen Sternchen auf der Nasenspitze – glaubt ihr das dann auch?

Der Prinz und ich machen es uns gemütlich und gucken uns das weiterhin an. Wir haben keine Hamster gehamstert und werden das auch nicht tun.  In sechs Wochen ist das Thema genauso passé wie damals SARS. Wir trinken viel Wasser und achten auf’s Händewaschen, das ja. Wir sind zum Glück keine Kneipen-,Disco-und Clubgänger. Wir verbrauchen pro Woche zu zweit drei Kästen Mineralwasser, aber das war immer schon so. Der Prinz hat Ingwer gekauft (davon gab es reichlich, denn als Herkunftsland stand „China“ dran 😀 😀 😀 .

#Covid-19 und das Klopapier

Bisher haben wir hier die Covid-Hysterie sehr gelassen, ja, eher amüsiert, zur Kenntnis genommen, meine Lieben. Als der Prinz kürzlich vom Einkaufen zurückkam und meldete, bei Edeka sei das Klopapier ausverkauft, lachte ich nur und sagte: “Solange jede Woche drei dieser journalistisch grottenschlecht gemachten Wochenzeitungen und jede Menge ungewollter Werbeprospekte unseren Briefkasten verstopfen, mache ich mir um Klopapier keine Sorgen. Notfalls abonnieren wir die BLÖD-Zeitung.“ Heute Morgen rief ich aber doch mal bei Brudi an, der ja in Ba-Wü lebt. Alle gesund, sagte die weltbeste Schwägerin. „Wir haben Zwangsferien, all unsere Schulen sind geschlossen!“ Sie selbst unterrichtet an einem Gymnasium Mathe und Sport und hat nun zwangsfrei. Sinnvoll finde sie das nicht, sagte sie, denn „zwischen mir und den Schülern ist ja das Pult, und ich bin immer einige Meter von ihnen entfernt, anders als [Brudi], der hat mit seinem Kind ja engen Kontakt.“ Mein Bruder arbeitet als Schulbegleiter an einer Grundschule. Dort begleitet er in jedem Schuljahr ein behindertes Kind im Unterricht und hilft ihm, dass es alles mitbekommt und versteht. Seine Schule ist auch geschlossen, ebenso wie die Schulen, die Marie und Paul besuchen. Marie sei nicht einverstanden, sagte die Schwägerin, sie wolle lieber zur Schule gehen. Zum Training (Turnen) darf sie aber noch kommen, habe der Trainer erklärt: „Morgen (also heute = Samstag) kann sie noch kommen, und wer Montag wieder zur Schule geht, darf auch am Montag ins Training kommen.“

Wie gesagt, der Prinz und ich haben uns bisher überhaupt keinen Kopf deswegen gemacht. Allerdings kam beim Frühstück eine Mail der IG Woquard rein: Das Osterfeuer ist abgesagt! Und damit auch der Sammeltermin für das Brennmaterial. Das ist allerdings eine herbe Enttäuschung, denn, wie für alle anderen auch, ist für uns das Osterfeuer ein Höhepunkt im Dorfleben, auf den wir uns schon seit Wochen sehr freuen.

Schwesti und ihrem Mann geht’s auch gut, erfreulicherweise. Vor einigen Tagen hatte der Schwager etwas Temperatur, einen roten Kopf und ihm war schwummerig. Der Werkschutz in seiner Firma brachte ihn sofort ins nächste Krankenhaus. Er testete aber negativ, zum Glück.

Also, hier alles gut – wie sieht es bei euch aus, ihr Lieben?

Bis dann!

Meine Lieben, in etwa einer Stunde geht’s los und ich freu mich wie dolle. Sechs ruhige Tage in Woquard erwarten uns! Die Buchhändlerfreundin kümmert sich um die Katzenmädels. Packen müssen wir ja nichts mehr, nur unsere Medis, unsere Kindles und Portemonnaies. Herta hat im Erdgeschoß schon die Heizkörper aufgedreht <3 . Montag ist mein Geburtstag (Petra, du kannst ja dieses Jahr auch mal wieder feiern,am 29.! Der wievielte ist das denn? Du bist in dieser Hinsicht noch ein Teenie, oder? 😉 <3

Am Aschermittwoch ist dann auch für uns alles vorbei… und wir werden uns dann wieder in unseren taferen kleinen Nissan setzen und zurückfahren müssen 🙁  Ab Donnerstag melde ich mich dann hier wieder – und allen, die Karneval mögen, wünsche ich eine schöne Zeit und sauft nicht so viel ! 😀 *winkt*

Locki und Leuchti – die neue Serie

Wieder mal habe ich eine meiner dezent durchgeknallten Ideen, my dearies: Eine Kinderbuchserie mit dem Titel „Locki und Leuchti“.

Erklärung? Bitteschööön:

  1. Locki

Als ich den Prinzen kennen-und liebenlernte, vor 18 Jahren, hatte er etwa schulterlange, kastanienbraune glatte Haare. Im Laufe der Zeit wurden die Haare länger und sehr lockig. Also stellt euch eine braune Lockenmähne bis runter auf den Po vor – das war der Prinz. Als wir noch jung und wild waren… hach ja. 😀 😀 😀

Im Laufe der Jahre bekam das Haar aber Spliß und der Prinz, der wußte, wie  sehr ich seine sexy Mähne liebte, kämpfte dafür, daß wenigstens der gesplißte Teil abgeschnitten werden durfte. Ich gab grummelnd nach. So trickste er sich im Laufe der Zeit weiter durch. Irgendwann trafen wir dann ja Annika, die eine großartige Friseurin ist und die zu uns nach Hause kommt. Sie unterstützte den Prinzen dabei, mir zu erklären,  daß es für seine Haare gesünder sei, sie einmal richtig abzuschneiden. Widerwillig erklärte ich mich einem Radikalschnitt einverstanden. Allerdings einigten wir uns darauf, daß „radikal“ in diesem Fall „bis zu den Ohrläppchen“ bedeuten sollte. Gesagt, geschnitten. Je kürzer die Haare wurden, desto mehr lockten sie sich, bis der Fußboden um den Stuhl des Prinzen herum bedeckt war mit einem Wust aus silbergrauen Locken. (Wir machen das mit dem Haareschneiden immer in der Küche, mit Kaffee und Wein  dazu, das ist schön  gemütlich.) Am nächsten Tag, als der Prinz mit seiner neuen Frisur bei der Arbeit auftauchte, hatte er gleich einen Spitznamen weg: „Beethoven“! Die haarige Ähnlichkeit mit dem Bonner Komponisten war wirklich verblüffend: Ein kaum zu bändigender Lockenkopf bis zu den Ohren runter! Die wilden Locken sind der Gen-Anteil der Prinzenmutter, und inzwischen macht Anika nur noch „Locken-Begrenzung“ beim Prinzen. Mir gefällt seine Frisur jetzt richtig gut, und ich nenne ihn „Locki“.

Das ist also die Erklärung hinter dem Namen „Locki“! Ja – und was ist mit

2. Leuchti?

Da brauche ich nicht viel Worte, da genügen Bilder (wegen der jetzt schon mittags einsetzenden scheißigen Drecks-Dunkelheit):

leuchtioben

Man kann das Ding auf „Blinken“ einstellen (Oder, wie der Prinz das nennt, auf „epileptischer Anfall“). Es kann aber auch einfach nur ruhig leuchten:

leuchtidunkel

Ist klar, wer „Leuchti“ ist, oder? 😀

Als die beiden sich heute nach dem Frühstück auf Spaziertour machten, sagte ich im Scherz: „Jo – Locki und Leuchti auf Tour!“

Der   Klang gefiel mir, und sofort büllte mein Gehirn:“ Geil – Kinderbuchserie:

-Locki und Leuchti: Jagd im Kartoffelacker
-Locki und Leuchti und die Zuckerrüben-Bande
-Locki und Leuchti: Das Geheimnis im Weinkeller
Nun – mein durchgeknalltes Hirn kann das endlos fortsetzen…  😀

Übrigens: Das Leuchtband blinkt bei uns nie. Der Prinz befestigt es immer so, daß der Bär es nicht im Blickfeld hat, denn, so sagt er: „Der Kleine wird ja bekloppt, wenn ihm da im Augenwinkel immer so was rumblinkt. Das ist Tierquälerei.“ Außerdem, sagt er, reiche ihm das stetige Licht im Dunkeln völlig, um das Bärchen im Auge zu behalten. Und für Autofahrer reicht das auch.

 

Mein liebster Glühbirnen-Witz

Sicher kennt ihr die „Wieviele (wasauchimmer) braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?“ – Witze, oder? Kürzlich fand ich bei Twitter einen, der SOFORT zu meinem Lieblings-Glühbirnenwitz avancierte:

Wieviele Nazis braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?
Antwort: Keinen. Niemand braucht Nazis.

Leider finde ich den Tweet nicht mehr, kann ihn deshalb hier nicht einbetten und kann so auch leider den Namen des Urhebers nicht zeigen. (Verzeih, du genialer Twitterer!)

Sollte jemand von euch den Namen kennen, gib mir bitte Bescheid, ja? Danke!

Stolpersteine in Woquard

Meine Lieben,

als wir über das lange Wochenende Allerheiligen/Reformationstag in Woquard waren, erzählte uns Herta, unsere „Friesenmama“, dass wir in Woquard bald Stolpersteine bekommen sollten. Herta war gerührt und freute sich darüber, denn die Steine sind für das Andenken an  eine jüdische Familie bestimmt: Karoline und Carl Seligmann und ihre beiden Söhne Richard und Julius. Herta hatte die Familie gekannt und miterlebt, wie sie „über Nacht einfach verschwunden waren“, wie sie uns erzählte. (Die Nazis haben sie später in Auschwitz ermordet.) Gestern war es soweit – der Arbeitskreis Stolpersteine Emden ließ die vier Steine am Gemeindehaus in den Boden ein:

stolpersteine

Foto: IG Woquard

Allerdings sind, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) schreibt, nicht alle Menschen mit den Stolperstein-Aktionen einverstanden: den uneinsichtigen Nörgler, der hobbymäßig grundsätzlich gegen alles ist und der quertreibt, wo es geht, den gibt es überall – in Emden hat ein Rentner einen Stolperstein zweimal wieder ausgegraben.