Bitte jeder nur ein Lied!

Das Coronavirus hat viel Ärger gemacht, aber aus der Not sind auch kreative Ideen entstanden, wie Christian Hanne, der Inhaber des Blogs Familienbetrieb, beschreibt:

Er und seine Frau setzen sich am Wochenende mit den Kindelein zusammen. Jeder darf sich auf Juhtjuhp ein Lied aussuchen, das sich alle gemeinsam anhören. Bis zum Schluß, egal wie schlimm die anderen es finden.Geniale Idee! Und witzig! Hier könnt ihr nachlesen, wie sich die Sache bisher angelassen hat. Viel Spaß!

Heeey Amarena!oder: die Freunde der Hölle

[Hier hüftschwingende Lakritzefrau einfügen]

Darlings, soeben habe ich den ersten Amarenabecher dieses Jahres genossen! yummyyyyy! Auch Alessio und Esther mußten ja ihr Eiscafé für einige Wochen zwangsschließen. Vor Kurzem hat der pfiffige Alessio einen Drive-In gebaut, weil nur kontaktloser Verkauf über die Theke erlaubt war. Das war eine geniale Lösung. Heute rief ich an und fragte, ob schon geöffnet sei, weil ich ungeheure Lust auf meinen geliebten Amarenabecher hatte. Die neue junge Mitarbeiterin sagte ja – aber nur mit Maske. Ich fragte, ob ich einen Becher zum Abholen vorbestellen könne. Ja, das sei möglich. Also orderte ich meine drei Eissorten dazu und der Prinz fuhr mich hin. Allerdings war der Parkplatz zugepflastert mit Motorrädern, meist Harleys. Dazwischen standen bierbäuchige, rauchende Männer mit grauen Bärten herum, auf deren Lederkutten supercoole Sachen zu lesen waren wie „MC Nibelungen“, „Motor Rider Eisbachtal“ und – zu meiner größten Erheiterung – „Friends of Hell„.

„Uuuuhhh, „Friends of Hell“, sagte ich zum Prinzen auf der Rückfahrt, „Das sind knallharte Jungs, die fürchten sich vor nix – vermutlich hören die den ganzen Tag Helene Fischer!“ Der Prinz lachte. „Na, sei nicht so gemein“, sagte er.

„Also komm“, sagte ich,“im Ernst – ein 60-Jähriger Mann mit Bierwampe, der ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Friends Of Hell“ trägt, das ist doch peinlich.“
„Tja“, sagte der Prinz philosophisch, „Auch aus einem 60-Jährigen Motorrad-Rocker holst du den 16-Jährigen Pubertierenden nicht mehr raus.“
Wie auch immer: DerAmarenabecher hat meinen Tag gemacht \o/

Mein Hirn und ich

Kennt ihr das auch, ihr Lieben? Man liegt schön eingekuschelt unter der Bettdecke, will gerade angenehm müde und entspannt in den Schlaf abdriften… da meldet sich das vorlaute Gehirn mit einer Idee oder einem Gedanken – und schon ist man wach und grübelt und überlegt… boah, kann das nerven! Manchmal kommen einem diese Gedanken völlig abstrus vor, so daß man überlegt, wo das nun wieder herkam… Bei mir, habe ich festgestellt, werkelt mein Hirn einfach an Dokus weiter, die wir vor dem Schlafengehen geguckt haben (Danke, Terra X -NICHT!) Kürzlich, zum Beispiel: ich bin warm eingekuschelt zwischen Bettdecke, heißen Körnerkissen und La Pip, die schnurrend neben mir liegt. Ich sehe aus dem Fenster. Die untere Hälfte des Fensters ist ausgefüllt durch das Dach des früheren Kuhstalles, darüber sehe ich den Himmel, der derzeit ein grandioses Sternenpanorama bietet. Ein Stern leuchtet ins Fenster, das freut mich immer so. (Nein, nicht die Venus, die ist um meine Bettgehzeit schon weiter weg gewandert.) Aber gemütlich ist das schon, den leuchtenden Goldpunkt da oben am Nachthimmel zu sehen…

„Jaa-haa!“ sagt mein Hirn da hämisch, „wenn der Stern da ist, wo du ihn gerade siehst! Du weißt ja, daß die Sonne mit ihrer Gravitation den Lichtstrahl ablenkt und der Stern in Wirklichkeit wahrscheinlich ganz woanders ist!“

„Orr, nee, komm, Hirn, lass uns schlafen!“ seufze ich und schließe die Augen.

„Tja“ – sagt Hirn schnippisch, „Wer mußte denn unbedingt den Beitrag über Einstein gucken? Hm?!“

„Is ja gut“ ergebe ich mich,“ab jetzt nur noch leichte Kost vor dem Schlafengehen,ok?“ Ich schließe die Augen, kraule das Pippchen hinterm Ohr und dämmere langsam weg..

*murmelmurmel*

Hä?

*murmelmurmel*

erm…Hirn…? Bist du das?

Psst. Ja, ich versuche, was auszurechnen.. wie war das noch? π·r2, oder?

Im Ernst jetzt?! Du willst mitten in der Nacht eine Kreisfläche ausrechnen? Hast du sie noch alle?!

Ja nee. is gut. Nur, dass die bei der Sendung über das CERN gesagt haben, der LHC sei 27 Kilometer lang, und ich wollte gern wissen, was für einen Durchmesser dieser Ring hat. Hey, Ring -“ ein Ring, sie zu knechten“… hähähä!

Schnauze!!!! Du glaubst nicht im Ernst, daß ich jetzt aufstehe und die Formel für den Kreisdurchmesser raussuche, oder?!

Ääh, neeeiinnnn… nur vergiß nicht, was die nette francokanadische Physikerin erklärt hat, die mit der bunten Bluse, daß nämlich bei E = mc² das c² praktisch die Wechselrate zwischen E und m ist, und der-

Hirn. Wir schlafen jetzt. Heia. Dodo. Bubu. Okay?! OOKAAYY??!! [hier wutschnaubendes emoji einfügen]

Ja. Is ja gut. Nachti.

*grmpf*

Kopf–> Tisch

Heute früh, meine Lieben, hatte ich wieder mal ein bezauberndes Ibääh-Erlebnis.

Da wir ja schon auf unseren Umzug ins lüttje Huus hinarbeiten, sind wir bestrebt, unseren materiellen Kram so weit wie möglich zu reduzieren.

Für den Prinzen ist der Gedanke ein Alptraum, meine Unmengen an Büchern umziehen zu müssen 😀 Ich hätte auch gern etwas mehr Platz in meinem Zimmer, also habe ich mich dazu durchgerungen, eine Kiste mit 98 englischsprachigen Krimis abzugeben (Krimis sind nicht mein Fall). Ich bot sie zwei Stadtbibliotheken als Spende an, die aber nicht interessiert waren (Aber Hauptsache, alle Rosamunde Pilcher-Bücher sind da, ne?) Die Bücher stammen aus dem Nachlaß meines Lieblingsonkels, der vor drei Jahren starb. Er unterstützte Greenpeace und Unicef, so stellte ich die Bücher bei Ibääh ein, in der Hoffnung, dafür genug zu bekommen, um den Erlös  an diese beiden Organisationen  spenden zu können. Große Hoffnungen machte ich mir nicht – wer liest schon in Englisch (außer der bekloppten Lakritzefrau? 😀 😀 😀 ) Aber siehe da – als ich beim Frühstück in meine Mails schaute, war schon eine Anfrage da:

„Sind Romane von John Dickson Carr oder Carter Dickson dabei?“

Eine berechtigte Frage! Vor allem, wenn man bedenkt, daß meine Anzeige lautet:

98 Krimis im englischen Original (Agatha Christie +Dorothy L.Sayers)!

Is klar, oder?

 

„Home Office“…

Der Prinz darf jetzt auch von Zuhause aus arbeiten. Vorhin, beim Frühstück, sagte er: „Ich geh mal rauf ins Schlafzimmer, ich hab ’ne Telefonkonferenz.“

„Oh super“, sagte ich erfreut. „Dann platze ich da nachher rein und rufe laut: „Schatz, warum liegst du um diese Zeit nackt im Bett?“ (Der Prinz lachte sehr und fand die Idee großartig, aber ich hab’s dann doch nicht getan…)

Übrigens, nochmal der lakritzene Klugscheiß-Modus:

Das Wort „Home Office“ steht in England für das Innenministerium. Das, was „der Deutsche“ mit „Homeoffice“ meint, heißt in richtigem Englisch „working from home“. (Eine ebenso bekloppte Erfindung ist der Begriff „wellness“ -das Wort existiert im Englischen gar nicht.)

Herr Lakritz ist steinreich.

Jawohl, meine Lieben, ich bin nicht nur zum Mann mutiert, sondern auch vielfacher Millionär. Das schließe ich zumindest aus einigen spam-Mails, die sich in den letzten Wochen bei mir anhäufen (und die ihr sicher auch kennt!). Da sind einmal die Mails,die mich darüber informieren, daß mein Name bei der XY-Lotterie gezogen wurde und ich nun 8.798.341 Euronen anfordern soll. Dazu soll ich lediglich Namen, Adresse, Geburtsdatum, Nummer meines Reisepasses und meine Bankverbindung mailen. Ist ja auch kein Ding, oder?

Alternativ ist der Absender der Mail sterbenskrank und möchte sein Vermögen an einige besondere Menschen hinterlassen (oft „im Namen Gottes“). Und zu diesen „besonderen Menschen“ gehöre auch ich – stellt euch das vor! 😉 Ist das nicht lieb?! *sniiieef*  Kontaktaufnahme: siehe oben.

Klar gehören diese Mails sofort in den virtuellen Müll. Aber ich mache mir dennoch öfter den Spaß, zu antworten. Meine Mailadresse hat das übliche Schema „[Nachname]@mailprovider.de, als Absender erscheint aber „N.[Nachname]“. Je nachdem, ob die Mail auf Englisch oder Deutsch (oft mit BING übersetzt, KOTZ) verfaßt ist, antworte ich in der gleichen Sprache. Mein üblicher Text:

„Hallo [Name],

das trifft sich gut, das Geld kann ich gut gebrauchen! Ich bin von (Datum) bis (Datum) geschäftlich in Nigeria, dann können wir uns treffen und alles persönlich besprechen. Gib mir deine mobile number, dann rufe ich dich an, sobald ich in Lagos gelandet bin.

Und da der Empfänger als Absender nur „N.[Nachname]“ sehen kann,

beende ich meinen Text mit einem fröhlichen „cheers, Nicholas“.

Seltsam, eine Antwort bekomme ich nie… hmmmm… 😀 😀 😀

Ja, und daß ich ein Mann bin, schließe ich aus den immer häufiger werdenden Mails, die mir „was hartes“ versprechen. Unter grausamster Rechtschreibung und Grammatik versucht  jemand, mich zum Kauf von Potenzmitteln zu verleiten. Was für ein Glück, daß ich keine Erektionsprobleme habe! Das wäre ja auch für meine Geliebte schade. Oder?! 😀

Was amüsiert euch so, wenn ihr in euer Mailpostfach schaut?

 

 

Telefonate

mit der Friesen-family geführt, daß wir an Ostern nicht kommen können. „Das weiß ich schon“, sagte Herta, „es stand in der Zeitung.“ Auch Edda und Tinus dachten sich schon, daß wir uns an diesem Ostern nicht sehen. Wir sind alle fünf enttäuscht. Ich bin vor allem sauer, weil ich mich auf einen Trip nach Norderney gefreut hatte. Edda wollte mit uns da rüber, sie hat auf der Insel einige Jahre lang gelebt und kennt jeden Schritt und jeden Stein dort. „Für die Leute mit Wohnmobilen und Wohnwagen ist das schlimm jetzt“, sagte sie, „die müssen ja alle zurück nach Hause!“ Der Prinz und ich werden uns dann eben hier in Worms ein paar schöne Tage machen, lecker kochen (Omas Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, das bekommt der Prinz inzwischen ebenso super hin wie ihre Hühnersuppe),Terra X und GEO schauen und, soweit möglich, lange Ausflüge für das Bärchen (Hunde-Gassigänge sind ja -noch- erlaubt). Wie sehen eure Pläne aus? Müßt ihr etwas ändern?

Osterfrust!

Vorhin war ein Brief von der Gemeindeverwaltung Krummhörn im  Kasten, meine Lieben: Nicht nur haben die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Zugang zu den Inseln gesperrt, sondern der Landkreis Aurich hat auch bis zum 18. April die Nutzung von Zweit-bzw. Ferienwohnungen verboten. Seit gestern bereits müssen alle entsprechenden Wohnungen geräumt sein. Uns lüttje Huus gilt dort als Zweitwohnsitz, da das Huus uns zwar gehört, wir aber hier in Worms gemeldet sind und nicht dort. Also ist damit unser Osterurlaub erledigt. Der Prinz sagt, er habe damit gerechnet, aber ich habe das nicht, und es trifft mich sehr hart. Wir hatten vom 8. bis zum 14. April hinfahren wollen, und das fällt mitten in die Sperrzeit. Jetzt muß ich erstmal unsere Friesen-family informieren, also Herta, Edda und Tinus. So eine verfickte Dreckscheiße. 🙁

re: Hamster hamstern

Kam soeben über WhatsApp rein:

Hamsterkäufe

USA: Medikamente und Waffen

Italien: Zigaretten und Grappa

Frankreich: Kondome und Rotwein

Holland: Haschisch und Käse

Schottland: Whisky

Deutschland: Klopapier und Mehl

Ich bin im falschen Land!!

 

Ergotherapie fällt morgen aus – beide Kinder der Therapeutin  tanzen als Hobby und sind gefährdet, zudem ist eine der Schulen der Kinder Gefahrenzone. Frau E. pausiert jetzt mal zwei Wochen.

Auch via WhatsApp:

quarantini