Auch mal nett: Abschleppwagen

Was für ein schräger Tag – wäre nett, wenn es ein Aprilscherz wäre.
Bis nach dem Yoga war alles prima. Danach wollten wir ins Kino, der Kinonewsletter hatte den Film „Knowing“ mit Nicolas Cage als Vorpremiere angekündigt, den wollten wir sehen.
(Trailer hier, aber die Seite lädt elend langsam. Und hier ein besserer.)
Nach dem Yoga ist die Zeit etwas knapp, ich komme zwei Minuten vor Beginn an die Kasse und sage:
„Ich habe Karten auf die Nummer 172 bestellt, sind die noch da, wir haben uns verspätet?“
Sie gibt die Nummer ein, guckt, runzelt die Stirn.
„Wie ist denn Ihr Name?“
„Lakritz.“
Sie guckt nochmal: „Ah ja. Aaalso… Sie haben Karten für den Film Knauing bestellt – aber für Mittwoch, den 8. April. Heute ist der 1. April. Der Film läuft bei uns noch gar nicht.“
Okay – das ist kein Aprilscherz, da haben wir beide den Newsletter vom Kino nicht richtig gelesen. Wir beschließen, statt dessen einen leckeren Nach-Yoga-Salat bei Pepe e Sale zu essen. Steigen ins Auto. Der Motor dreht sich auch. Springt aber nicht an.
Der sehr nette Gelbe Engel ist eine dreiviertel Stunde später da und versucht eine geschlagene Stunde lang alles, was ihm und dem Computer einfällt, aber das Ergebnis ist leider, dass die Spritpumpe hin ist.
Der Abschleppwagen kommt kurz danach, das Aufladen geht in fünf Minuten vor sich und in reichlich rasantem Tempo fährt uns der junge Mann nach Hause. Hat aber durchaus was, mal wieder in einem LKW zu sitzen, dieser hier hat sogar eine heizbare Frontscheibe (wieso muss man dafür so viel Aufpreis bei PKWs zahlen?).
Fazit: insgesamt zwei Stunden im Café gesessen, zwei heiße Kakao, davon einer mit Baileys (die Lakritzefrau liebt heißen Kakao mit Baileys drin) und Kino-Ersatz in Form von sehr vielen pubertierenden Jungs und Mädchen, die sich allesamt an ihrem ersten Ferienabend balzend und spreizend im Café einfanden. Sehr lustig und auch irgendwie sehr rührend anzusehen.
Als wir nach Hause kamen, flitzte unter unserem Tor ein großer schwarzer Kater mit weißem Brustfleck hervor , der sehr verdächtig wie Pippilotta aussieht und der sich sehr eilig aus dem Staube machte.
Jetzt hoffen wir, dass unser Dorfmechaniker das Auto morgen wieder hinbekommt, weil gestern abend überraschend unsere Harkebrügger Vermieterin anrief und sagte, dass die Ferienwohnungsgäste für April gecancelt haben und wir kommen können. Und nächsten Mittwoch wollten wir uns eigentlich auf den Weg machen und dafür hätten wir lieber den Diesel als den Benziner.
Wird schon.
Ich möchte jetzt ins Bett – wenn ich es übers Herz bringe, die selig schlafende Pippi von meinem Schoß zu werfen.

3 thoughts on “Auch mal nett: Abschleppwagen

  1. Großer schwarzer Kater mit weißem Brustfleck? Sieht aus wie Pippi? Ist das der Vater? Ich fände es ja schön, wenn auch Katzen ihre Wurzeln kennen würden *gg*.
    Jedes Mal wenn ich Nalus sehe, sage ich ihm – du kommst ganz nach deinem Vater … *lach*. Ich scheine wohl damit recht zu haben …

  2. Christina: ich kann mir gut vorstellen, dass er der Vater der vier ist. Das Gesicht sieht jedenfalls auch so aus. Micia war schon wieder zwei Tage und Nächte weg, ich nehme an, der Ex-Lover hat sie abgeholt. Nächsten Monat werden die vier ja schon ein Jahr alt!
    Ente: da kommt noch eine Ankündigung 🙂

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