Corona#tweetdestages

Zugegeben: Anfangs fand ich das alles noch eher amüsant. Inzwischen sind aber  auch wir hier vorsichtiger geworden. Wir waschen uns öfter als sonst die Hände – zum Beispiel, wenn wir Post aus dem Kasten holen. Wir trinken nicht mehr gemeinsam aus einer Mineralwasser-oder Bierflasche. Le Prince war vorgestern doch nochmal bei der Arbeit, weil da so viele Unterschriftsmappen lagen (Natürlich alle nur mit „dringenden“ Schriftstücken (*Augenrollgeräusch*). Le Bär fand das unzumutbar und machte Le moi die paar Stunden zur Nervenprobe, bis sein geliebtes Herrchen wieder da war. Le Prince bekam dann auch ein „extreme ausschnauzing“, wie wir das nennen, wenn Le Bär schimpft, dass er allein zu Hause bleiben mußte. Offiziell ist ab dem nächsten Mittwoch keinem Mitarbeiter mehr erlaubt, zur Arbeit zu kommen. Der Prinz hätte diese zwangsfreien Tage lieber im Sommer, wie er sagte, für Woquard, aber immerhin. Bis dahin ist hoffentlich alles wieder gut. Ich bin froh, daß er hier ist und nur zum Einkaufen rausgeht. Ich selbst war, glaube ich, seit gut zwei Wochen nicht mehr draußen, außer im Hof, am Briefkasten oder am Mineralwasserkasten. Physiotherapie ist bis zum 22. April ausgesetzt, Ergo bis nach Ostern. Zum Glück weiß ich, welche Übungen ich machen muß und ziehe sie auch durch (überwiegend, hehe). Gut, daß ich sehr gut allein sein kann und mich nie langweile.

Die ZEIT nennt die neuen Corona-Regeln ein Fest für Blockwarte 😀 😀

Vor einigen Wochen hat sich ein Jugendfreund bei mir gemeldet, der mit einer Französin verheiratet ist. Er macht sich große Sorgen. „Wir schauen ja jeden Abend auch die französischen Nachrichten“, schreibt er, „da sieht es ganz anders aus.Teilweise die pure Verzweiflung. Bitte gebt gut auf euch Acht.“

Und hier möchte ich mich seinem Appell anschließen: Bitte passt gut auf! Habt ihr euren Alltagsablauf geändert (freiwillig oder weil ihr mußtet), und wie? Habt ihr Angst?

Da Bloggen nicht ansteckend ist: fühlt euch gedrückt! <3 😀

 

2 thoughts on “Corona#tweetdestages

  1. Am Anfang fand ich das alles auch nicht so schlimm, aber mittlerweile leide ich schon ziemlich unter dem Abstand halten zu Familie und Freunden. Gruppentherapie ist auf Einzelvideostunden umgestellt, Ergotherapie gibt es auch nur noch per Video. Einkaufen ist eingeschränkt, öffentliche Verkehrsmittel meide ich. In der Summe finde ich es ermüdend und die Depressionen haben leichtes Spiel. Auch wenn ich weiß, es könnte schlimmer sein, immerhin sind wir gesund.
    Bleibt gesund!

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